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Börsenbetreiber

Eingang zur Deutschen Börse in Frankfurt

Hohe Vola belebt das Geschäft

Deutsche Börse zeigt Stärke

Stand: 18.02.2016, 10:35 Uhr

Ob Griechenland-Krise, chinesische Konjunktursorgen oder VW-Skandal. Der Deutschen Börse ist es recht, denn dem Umsatz auf ihrer Handelsplattform hilft alles, was am Markt für Bewegung sorgt. So auch 2015. Die Aktie reagiert positiv.

Am Donnerstagvormittag ist das Papier des Börsenbetreibers einer der größten Gewinner im Dax und legt 3,7 Prozent auf 75,70 Euro zu. Anleger sehen wohlwollend auf das Zahlenwerk zum vergangenen Jahr.

Bei der Deutschen Börse ist es fast so wie beim Roulette, wo eigentlich immer die Bank gewinnt. Dabei gilt: Je mehr mitmachen, desto höher fällt der Ertrag in aller Regel aus. 2015 jedenfalls war der Frankfurter Börsenbetreiber, dessen Aktie im Leitindex Dax notiert ist, in einer ähnlich komfortablen Position. Es war nämlich kräftig was los am Markt, im Fachjargon wird in diesem Fall von hohen Volatilitäten gesprochen.

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Wohin steuert die Deutsche Börse?

Niedergeschlagen hat sich diese hohe Volatilität am sichtbarsten bei den Erlösen, die 2015 im Jahresvergleich kräftig um 16 Prozent auf 2,37 Milliaden Euro anzogen. Das war der höchste Wert seit dem Ende der Finanzkrise. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebgsergebnis (Ebit) stieg ebenfalls um 14 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro.

Netto deutlich weniger

Deutsche Börse: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
73,32
Differenz absolut
-0,62
Differenz relativ
-0,84%

Unter dem Strich aber stand mit 666 Millionen Euro 13 Prozent weniger in den Büchern der Deutschen Börse. Grund für das schwächere Netto-Wachstum waren einmalige Kosten für ein Sparprogramm und Aufwendungen für Übernahmen im Sommer. Zudem hatte ein Sondereffekt 2014 für einen positiven Beitrag gesorgt, der sich nicht mehr wiederholte. Trotzdem sollen die Aktionäre mit einer von 2,10 auf 2,25 Euro erhöhten Dividende erfreut werden. Das wäre auf Basis des heutigen Schlusskurses eine Dividendenrendite von rund drei Prozent.

Aktie ohne klaren Trend

Der Jahreschart der Deutsche-Börse-Aktie gleicht einem Sägezahn. Auf und Ab, ein Spiegelbild der Berg- und Talfahrt am Markt. Einen klaren Trend jedenfalls gibt es nicht. Am aktuellen Rand ist das Papier aber mit der allgemeinen Marktschwäche seit Dezember (unter Schwankungen) abgerutscht und hatte sich zuletzt dabei bedrohlich dem Zwölf-Monats-Tief vom 15. Februar 2015 bei 66,75 Euro genähert.

ab/rm/dpa

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