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Das Google-Universum Mehr als eine Suchmaschine

Total vernetzt im Google-Netz

Google ist eine Krake, die ein allumfassendes Netz knüpft und stetig erweitert. In der Google-Welt wird alles vernetzt: Uhr, Wohnzimmer, Auto - alles auf Basis des dominierenden Smartphone-Betriebsystems Android und mithilfe miniaturisierter Computer, die mit Sensoren Geräte intelligent machen. Das soll den Alltag erleichtern. Das Google-Handy weiß, wo sich der Nutzer gerade aufhält und wie es helfen kann. Es liefert von sich aus die passenden Informationen zur richtigen Zeit, zeigt zum Beispiel den Weg zum geparkten Auto oder bietet Infos zum Kinofilm, über den man gerade spricht. Google will eine zentrale Rolle im so genannten "Internet der Dinge" spielen.

Das Google-Universum Mehr als eine Suchmaschine

Total vernetzt im Google-Netz

Google ist eine Krake, die ein allumfassendes Netz knüpft und stetig erweitert. In der Google-Welt wird alles vernetzt: Uhr, Wohnzimmer, Auto - alles auf Basis des dominierenden Smartphone-Betriebsystems Android und mithilfe miniaturisierter Computer, die mit Sensoren Geräte intelligent machen. Das soll den Alltag erleichtern. Das Google-Handy weiß, wo sich der Nutzer gerade aufhält und wie es helfen kann. Es liefert von sich aus die passenden Informationen zur richtigen Zeit, zeigt zum Beispiel den Weg zum geparkten Auto oder bietet Infos zum Kinofilm, über den man gerade spricht. Google will eine zentrale Rolle im so genannten "Internet der Dinge" spielen.

Google Smartwatch

Smartwatch für Nachrichten-Junkies

Alles ist auch steuerbar über Googles Computeruhr und das dazugehörige Betriebssystem Android Wear. Man sieht zum Beispiel, wer gerade anruft und kann das Gespräch ablehnen, ohne das Telefon aus der Tasche nehmen zu müssen. Die Uhr zeigt Benachrichtigungen zu anstehenden Terminen oder die Bordkarte fürs Flugzeug. Und via Bluetooth-Verbindung zur Uhr weiß das Smartphone, dass es gerade der richtige Nutzer in der Hand hält. So richtig angekommen sind die so genannten Android-Wearables aber noch nicht beim Verbraucher, außer bei Fitness- und Benachrichtigungs-Enthusiasten.

Nest Labs Thermostat an der Wand und die Protect App auf einem Smartphone-Display

Willkommen in Googles Nest

Google arbeitet mit Hochdruck am vernetzten Haus. Der Kauf der Firma Nest Anfang 2014 mit ihrer vernetzten Heizungssteuerung und Feuermeldern, für die Google 3,2 Milliarden Dollar springen ließ, war nur ein Baustein dahin. In der idealen Google-Welt werden alle Haushaltsgeräte miteinander verbunden sein und kommunizieren können.

Google Teddy

Teddy-Spionage im Kinderzimmer

Google forscht gerade an einem Roboter-Teddy, der den Blick ins Kinderzimmer ermöglicht: Der Teddy hat Kamera-Augen, reagiert auf Gesten und Sprachsteuerung und kann den Kopf drehen. Das Spielzeug soll natürlich vernetzt sein und als eine Art Schaltzentrale für das Kinderzimmer dienen. Google hat das Patent schon angemeldet.

Audi- Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler auf einer Bühne bei der CES 2014 in Las Vegas

Wie im Cockpit: Das Android-Auto

Auf Basis des mobilen Betriebsystems Android läuft auch das Smartcar. Wenn der Siegeszug so gigantisch ist wie bei Tablets und Handys, dann haben die Rivalen ein schweres Leben. Android dominiert 80 Prozent des Smartphone-Marktes. Die Pläne fürs Auto: Google will mit seiner Software die Unterhaltungs- und Informationssysteme in Fahrzeugen steuern. Autofahrer können außerdem auf Handyfunktionen zugreifen. Dafür arbeitet Google unter anderem mit GM, Ford, Honda, Hyundai und Audi zusammen – in der Open Automotive Alliance. Hier im Bild Audi-Chef Stadler auf der Elektronikshow CES 2014 in Las Vegas bei der Vorstellung des Projekts.

Selbstfahrendes Auto von Google

Google am Steuer: Das selbstfahrende Auto

Google plant das selbstfahrende Auto. Warum noch selber am Steuer sitzen, wenn es Google Mobile gibt? Google hat die Modelle bereits auf den Straßen Kaliforniens erprobt. Die Steuerung übernimmt der Computer. Die gesetzlichen Vorgaben erfordern es allerdings, dass ein Mensch jederzeit die Möglichkeit haben muss, die Kontrolle über das Auto zu übernehmen. 2020 sollen die Fahrzeuge marktreif sein.
Mehr zum Thema: Google wird zum Autobauer

Ein Meilenstein mit Google-Schriftzug, an dem ein Auto mit Street View-Kamera vorbei fährt

Die Versicherung zum Auto

Die Google-Autowelt hört beim selbstfahrenden Auto noch nicht auf. Der Konzern bietet in den USA auch Kfz-Versicherungen an. Im März 2015 startete Google Compare für Autoversicherungen. Neben Versicherungsvergleichen mit Kaufmöglichkeit werden auch Versicherungsvertreter vor Ort vermittelt. Eine Erweiterung des Dienstes auf Hypotheken ist geplant. Der Einstieg ins Geschäft in Europa ist aber erst einmal auf Eis - nach schlechten Erfahrungen in Frankreich.

Datenbrille Google Glass

Der Flop Google Glass

Google Glass ist eine Computer-Brille, die Mitte 2014 auf den Markt kam. Die Brille hat eine Kamera und einen Bildschirm, der Informationen aus dem Internet direkt in das Auge des Nutzers projiziert. Zum Beispiel: Wer von meinen Facebook-Freunden wohnt hier in der Nähe? Doch nicht nur Datenschützer lehnen die Datenbrille ab, auch bei den Verbrauchern kam sie nicht an. Die Brille sei zu warm geworden und habe zu kurze Batterieladezeiten, wird moniert. Anfang 2015 wurde deshalb der Verkauf gestoppt.

Quelle: pa/dpa

YouTube bringt Geld

Der Videokanal YouTube trug 2014 acht Milliarden Dollar zum Umsatz bei. Dabei sah es zunächst so aus, als hätte Google für YouTube zu viel gezahlt. Der Konzern blätterte 1,65 Milliarden Dollar für die Videoplattform hin. Statt Gewinne zu bringen, bescherte YouTube Google damals wegen seiner hohen Betriebskosten zunächst jeden Monat eine Million Dollar Verlust.

Schriftzug von You Tube Space Berlin

Der neue Broadcaster

Jetzt erfindet sich YouTube gerade neu, macht sich dadurch mehr und mehr zum Fernsehsender: Nutzer erhalten Zutritt zu YouTube-Studios, um dort ihre Videos zu produzieren. Wenn sie ihr Material dann in die "Original Channels" stellen, in die Programmkanäle, werden sie an den Werbeeinnahmen beteiligt. Gerade hat die Plattform eigene Studios in Berlin eröffnet: das erste YouTube Space Deutschlands.

Google+-Logo auf einem Monitordisplay durch eine Lupe vergrößert

Google+

Mit Google + versuchte Google dem Sozialen Netzwerk Facebook Konkurrenz machen. Auf Google + kann man beispielsweise Beiträge teilen, soziale Gruppen bilden, Fotos austauschen etc. Gegenüber Facebook konnte sich Google + nicht durchsetzen. Derzeit wird noch über die Zukunft des Dienstes gerätselt.

Quelle: Unternehmen / Collage: boerse.ARD.de

Aus Picasa wird Google Photos

Der Fotodienst Picasa bearbeitet, verwaltet und archiviert digitale Fotos. Abgelegt werden die eigenen Bilder in Web-Alben, wo sie jederzeit abrufbar sind. Google löst den Namen nach und nach ab und etabliert Google Photos. Nun soll der Fotodienst wieder unabhängig vom Sozialen Netzwerk Google+ werden, um mehr Nutzer anzusprechen und Facebooks Fotodienst Instagram Paroli zu bieten. Womit Google punktet: Bei dem Fotodienst kann man neuerdings kostenlos quasi unbegrenzt Fotos speichern. Eine Kampfansage an Flickr und Dropbox.

Ein Smartphone wird an einer Supermarkt-Kasse neben ein PayPass Gerät zur elektronischen Zahlungsabwicklung gehalten

Android Pay

Android Pay, die Bezahl-Applikation von Google, verwaltet Kreditkarten, Kundenkarten, Gutscheine, Abos, Coupons. Mit drei der großen Mobilfunkanbieter in den USA hat sich Google zusammengetan: Bei den von AT&T, T-Mobile und Verizon vertriebenen Android-Smartphones wird es bereits vorinstalliert. Bisher ist Android zum Zahlen in Läden in den USA nutzbar. Konkurrenz machen Apple Pay, ebenso Samsung und PayPal. Auch die großen Supermarktketten Walmart und Target eine Bezahl-App.

Motorola Tablet mit Android-Betriebssystem

Das Betriebssystem Android

Das Betriebssystem für Handys, Smartphones und Tablet-Computer ist ein Hit. Kein mobiles System ist mehr verbreitet.

Google SMS

Mobilfunk

Google ist in den USA nun auch im Mobilfunk-Geschäft tätig. Der Internet-Konzern hat dort mit den Netzbetreibern Sprint und T-Mobile US Verträge abgeschlossen und verkauft selbst Mobilfunk-Verträge. Google betreibt allerdings keine eigenen Sender, der Konzern sich bei Sprint und T-Mobile USA eingemietet.

Solardrohne von Titan Aerospace

Solardrohnen fürs drahtlose Internet

2014 kaufte Google den Drohnenhersteller Titan Aerospace, um dem Ziel, drahtloses Internet auch in abgelegenste Teile der Welt zu bringen, näher zu kommen. Auch Facebook ist an der Sache dran.

E-Reader

Google hat auch einen E-Reader und macht damit Amazons Kindle Konkurrenz. In das Lesegerät wurde Googles E-Book-Plattform ebooks integriert, über die Nutzer via W-Lan Bücher aus dem Google-Shop kaufen können.

Montage Computerschip, Datensymbolen, Hirntomografie und Deepmind-Logo

Deep Mind

Mit der Übernahme von Deep Mind für rund 500 Millionen Dollar hat sich Google auch in den Bereich der "künstlichen Intelligenz" eingekauft. Durch das Know-how der Briten sollen die großen Datenmengen "Big Data" von Google besser durchforstet und genutzt werden.

Google Suchmaschine

Suchmaschine - Datenmaschine

Beim Namen Google denkt man immer noch zuallerst an die Suchmaschine. Treffender wäre aber die Umschreibung Werbemaschine oder Datenmaschine. Denn das Hauptgeschäft von Google besteht darin, Werbung zu verkaufen. 2014 wurden rund 90 Prozent der Umsätze von insgesamt 66 Milliarden Dollar mit Werbung eingefahren. Lukrativ ist das Geschäft durch die vielen gesammelten Daten, die Google über seine Nutzer zusammengetragen hat. Werbung kann dadurch zielgenau, passend zu den Bedürfnissen und Wünschen gesendet werden. Zwei Drittel der Werbeeinnahmen sammelt Google durch eigene Seiten ein, neben der Suche sind das Google Maps oder YouTube. Das restliche Drittel machte Werbung aus, die Google auf Webseiten von anderen Anbietern, zum Beispiel in Blogs platziert. Google verdient an herkömmlicher grafischer Werbung, den Werbebannern also, ebenso wie an bezahlten Links bei Suchtreffern.

Werbung ist natürlich nicht alles, und Google versucht sich auch ein wenig unabhängiger von den Werbeeinnahmen zu machen. Zum Beispiel durch die Umsatzbeteiligung im Google Play Store, über den die Android Apps verkauft werden. Oder durch die Umsätze der kommerziellen Cloud-Angebote, mit denen Google den Wettbewerbern Amazon und Microsoft entgegentritt. Die kommen aber bislang auf gerade mal zehn Prozent des Konzernumsatzes.

Screenshot Google Maps

Mit Maps auf Spurensuche

Mit Google Maps mischt der Konzern auch auf dem Navigationsgeräte-Markt mit und ist eine große Konkurrenz für Hersteller wie TomTom und Garmin. Schließlich ist Google kostenlos. Und die Daten sind oft wesentlich genauer. Die Navigations-App bietet außerdem Stau-Warner, Alternativ-Routen und integriert den öffentlichen Nahverkehr. Inzwischen mischt auch Erz-Rivale Apple mit seinen Maps mit. Warum machen die das bloß? Es geht ums Werbung schalten auf der Webseite. Und natürlich ums Daten-Sammeln.

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