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Online-Broker

Comdirect-Chef Arno Walter

Mehr Kunden, mehr Depots

Comdirect mit neuem Rekordjahr

Stand: 27.01.2016, 10:06 Uhr

"Comdirect hat ein richtig gutes Geschäftsjahr hinter sich", so Chef Arno Walter. Der Mann hat auch Grund, sich zu freuen: Denn das Unternehmen aus Quickborn verzeichnete wieder ein Rekordjahr.

"Unsere Kunden haben im Jahr 2015 mehr gehandelt als jemals zuvor – und das nach dem Rekordjahr 2014", so Comdirect-CEO Arno Walter. So erzielte der Online-Broker einen Umsatz von 370,6 Milllionen Euro und lag damit knapp fünf Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Vorsteuergewinn der Commerzbank-Tochter lag mit 90,6 Millionen Euro um zehn Prozent höher als 2014. "Das im Oktober angehobene Ergebnisziel in Höhe von mehr als 85 Millionen Euro vor Steuern haben wir damit klar erreicht."

Keine Jubelstürme

Allerdings sieht das Ergebnis nach Steuern nicht so gut aus wie im Vorjahr: Es schrumpfte um 1,2 Millionen auf 65 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2014 habe allerdings ein positiver Einmaleffekt für die guten Zahlen gesorgt.

Die Anleger belohnen die Comdirect-Zahlen dennoch, wenn es auch nicht für Jubelstürme reicht: Am Vormittag notiert der Titel 0,7 Prozent im Plus.

Dividende unverändert

Wie im Vorjahr will der Online-Broker seine Anleger mit einer Dividene von 40 Cent je Aktie am Unternehmensgewinn teilhaben lassen. Die Zahl der Privatkunden habe im vergangenen Geschäftsjahr das erste Mal die Marke von zwei Millionen überschritten.

"Während die meisten Banken aktuell Depots verlieren, wachsen wir hier: Das freut uns besonders, denn gerade das Anlegen und Sparen mit Wertpapieren ist für unsere Kunden im aktuellen Zinsumfeld von besonderer Bedeutung. Und für uns ein wichtiger Ertragstreiber", sagte Walter und ergänzte: "Genau dort werden wir künftig verstärkt ansetzen."

Als Beispiel nennt Walter einen Anlage-Assistenten, den Comdirect etabliert hat. Er soll Kunden Vorschläge unterbreiten, um in kostengünstige ETFs zu investieren.

Stühlerücken bei Mutti

Walter leitet seit März 2015 die Geschicke der Commerzbank-Tochter. Er arbeitete seit 2002 für den Mutter-Konzern.

Bei der Commerzbank dürfte demnächst das große Stühlerücken beginnen. Dem Unternehmen kommen diverse Führungspersonen abhanden, darunter auch der Vorstandschef Martin Blessing.

cw

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