Seitenueberschrift

Maschinenbau

Kuka Industrieroboter

Neuer Großaktionär

Kuka: Chinesen stocken auf

Stand: 04.02.2016, 15:15 Uhr

Der chinesische Haushaltsgeräte-Konzern Midea hat seinen Anteil am Roboterhersteller Kuka erhöht - und das ordentlich. Der Aktie des MDax-Konzerns gibt das Auftrieb.

Kuka: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
107,35
Differenz absolut
-0,30
Differenz relativ
-0,28%

Erst im August war bekannt geworden, dass die chinesische Midea Anteile an Kuka erworben hat. Nun hat der Hersteller von Klimaanlagen, Reiskochern und Mikrowellen seine Beteiligung an dem Augsburger Maschinenbauer von 5,2 auf 10,4 Prozent erhöht.

Der Kuka-Aktie verlieh das Auftrieb, zeitweise war der Titel um über neun Prozent im Plus. Der Aktienkurs des Augsburger Unternehmens ist in den letzten Monaten allerdings ins Stocken geraten - nach Jahren von ungebremstem Wachstum.

Roboter für die Industrie

Kuka sind nicht erst seit der Beteiligung von Midea eng mit den Chinesen verbandelt: Der Konzern stellt Industrieroboter her, vor allem für die Automobilindustrie, die in dem Riesenreich zahlreiche Produktionsstätten unterhält.

Kuka 5-Jahres-Chart: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 5 Jahre
Kurs
107,35
Differenz absolut
-0,30
Differenz relativ
-0,28%

Sorgen um den chinesischen Wachstumsmotor belasten Kuka derzeit nicht - das lassen zumindest die Geschäftszahlen vermuten: In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 gingen über 20 Prozent mehr Aufträge bei den Augsburgern ein als im Vorjahrjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 45 Prozent auf 2,2 Milliarden. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 63 Millionen, 40 Prozent mehr als zuvor.

Chinesische Investoren sind fleißig

Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young wurden im Jahr 2015 insgesamt 36 deutsche Firmen von den Chinesen gekauft - wie beispielsweise die Privatbank Hauck& Aufhäuser oder der Münchener Spezialmaschinenbauer Krauss Maffei. Auch beim Gabelstaplerhersteller Kion sind die Chinesen eingestiegen. Sie kauften zunächst für 467 Millionen Euro 25 Prozent und steigerten dann im vergangenen Jahr ihren Anteil auf 38,25 Prozent.

Besonderes Aufsehen erregte zuletzt aber kein deutscher, sondern ein Schweizer Übernahme-Kandidat: Für 43 Milliarden Dollar will die chinesische ChemChina den Agrarchemie-Konzern Syngenta schlucken.

cw

Darstellung: