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Autobauer

Absatzplus von über 50 Prozent

Chinesen fahren voll auf Mercedes ab

Stand: 05.02.2016, 11:31 Uhr

Der Stuttgarter Autobauer hat einen Traumstart ins neue Jahr hingelegt. Im Januar verkaufte Daimler so viele Autos wie nie. Besonders in China brummt das Geschäft. Der Absatz zog nochmals an. Wie lange noch?

Von einer Abkühlung des Automarkts in China spürt Mercedes-Benz derzeit nichts. Im Gegenteil: Im Januar lieferte die Marke mit dem Stern 52 Prozent mehr Fahrzeuge an die Kunden aus. Somit konnten die Schwaben die Verkäufe im  Reich der Mitte sogar noch beschleunigen. 2015 lag das Absatzplus bei 41 Prozent.

Modelloffensive zahlt sich aus

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Mercedes profitiert von seiner relativ jungen Modellpalette in China. Zudem zahlt sich aus, dass immer mehr Modelle von Mercedes lokal in China produziert werden. Wie China-Chef Hubertus Troska auf der IAA sagte, kamen zuletzt fast zwei Drittel aus der lokalen Fertigung. Mit den Geländewagen trifft Mercedes auch den Geschmack der Chinesen.

Am Donnerstag hatte Daimler-Boss Dieter Zetsche aber auf die Euphoriebremse getreten. Zwar traue man sich zu, weitere Marktanteile zu gewinnen. Die Wachstumsrate für Mercedes in der Volksrepublik werde in diesem Jahr moderater ausfallen, warnte er. 2015 erhöhten die Schwaben ihren Marktanteil in China auf 1,9 Prozent, liegen damit aber noch weit hinter den Premium-Konkurrenten BMW und Audi.

Bester Januar aller Zeiten

Weltweit verkaufte Mercedes im Januar fast ein Fünftel mehr Fahrzeuge - so viel wie nie zum Jahresauftakt. Neben China war die Nachfrage besonders groß in Europa. In Deutschland gab es ein kleines Plus. Nur in den USA stagnierten die Auslieferungen.

Vor allem die Stadtgeländewagen erwiesen sich als Verkaufsschlager. Gut ein Drittel aller verkauften Modelle waren SUV. Mercedes hat im vergangenen Jahr mehrere neue Geländewagen-Modelle auf den Markt gebracht.

Aktie auf der Überholspur

Der Absatzrekord im Januar gibt der Daimler-Aktie am Freitag Rückenwind. Der Dax-Titel legt um rund zwei Prozent zu. Am Donnerstag war das Papier um über drei Prozent gefallen wegen des zu vorsichtigen Ausblicks.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat am Freitag Daimler nach den Jahreszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 87 Euro belassen. Die Anlagestory bleibe trotz eines schwachen Barmittelzuflusses intakt bei dem Stuttgarter Autobauer, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Studie.

nb

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