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Onlinespiele

Candy Crush-Spiel auf einem Tablet

King Digital vs. Zynga

"Candy Crush" schlägt "Farmville"

Stand: 13.02.2015, 09:16 Uhr

Farmville von Zynga scheint ein "One Hit Wonder" zu bleiben. Für dauerhaften Erfolg ist das zu wenig. Dagegen konnte sich Rivale King Digital von seinem Erfolgsbringer "Candy Crush" mittlerweile lösen. Das schlägt sich in den Geschäftszahlen nieder.

Das vierte Quartal fiel für King Digital überraschend gut aus. Die Firma verdiente 141 Millionen Dollar, gab sie gestern bekannt. Das war zwar weniger als im selben Quartal des Vorjahres, aber erheblich mehr, als Analysten angenommen hatten. Im Gesamtjahr 2014 blieben 575 Millionen Dollar in der Kasse des Londoner Unternehmens hängen.

Der Umsatz ging im abgelaufenen Quartal um sieben Prozent auf 560 Millionen Dollar zurück. Das besondere dabei: King Digital ist zwar mit dem bekannten Smartphone-Spiel "Candy Crush" groß geworden, doch profitiert mittlerweile auch vom Geschäft mit vielen anderen Spielen wie "Farm Heroes" und "Pet Rescue".

Die Aktie von King Digital schießt in die Höhe ...

Candy Crush-Spiel von King Digital Entertainment

Candy Crush. | Bildquelle: Unternehmen

Generell will sich das Unternehmen breiter aufstellen und plant aus diesem Grund ebenfalls, die Firma Z2Live aus Seattle zu kaufen, den Entwickler der Spiele "Battle Nations" und "Metal Storms". Damit hätten die Londoner ein Standbein in den USA. Der Kaufpreis soll bei 45 Millionen Dollar liegen. Je nach Geschäftsentwicklung könnte eine weitere Summe in Höhe von bis zu 105 Millionen Dollar fällig werden.

Dass King Digital sich nicht nur an "Candy Crush" klammert, kommt bei Anlegern an. Die Aktie von King Digital liegt im Frankfurter Handel mit 24,90 Prozent im Plus. Derzeit notiert sie auf 15,56 Euro – das ist der höchste Stand seit sechs Monaten.

... der Titel von Zynga kommt unter die Räder

Die Wellen scheinen also wieder geglättet, nachdem King Digital seine Aktionäre im vergangenen August mit einer Gewinnwarnung geschockt hatte. Auch beim Börsengang im vergangenen März hatte King Digital zunächst nicht überzeugt.

Deutlich härter traf es diesmal die Aktie von Zynga. Im Frankfurter Handel verlor sie 14,64 Prozent. Das US-Unternehmen hat seinen Verlust im vierten Quartal ausgeweitet, von vorher 25,2 auf 45,1 Millionen Dollar. Bereinigt betrug der Gewinn je Aktie weniger als 1 Cent, was den Schätzungen der Analysten entsprach. Auf das Gesamtjahr 2014 gesehen büßte Zynga 226 Millionen Dollar ein.

Zynga-Spiel Farmville 2

Zynga-Spiel Farmville 2. | Quelle: Unternehmen

Der Spiele-Entwickler hatte zwar mit dem Facebook-Spiel "Farmville" einen Blockbuster auf den Markt gebracht. Dem folgten aber keine weiteren, vor allem nicht im Bereich der mobilen Smartphone-Spiele, die zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Der Umsatz legte im abgelaufenen Quartal zwar um neun Prozent auf 192,5 Millionen Dollar zu, doch Analysten hatten mit 201,1 Millionen gerechnet.

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