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Punktlandung für die Aktie

Burda legt Xing-Aktionären Pflichtangebot vor

Der Verleger Hubert Burda will das Hamburger Online-Netzwerk Xing komplett übernehmen. Sein Unternehmen Burda Digital hat seit Donnerstag die Kontrollmehrheit. Die Aktie reagiert mit einem Satz nach oben.

Screenshot der Xing-Website (Quelle: picture-alliance/dpa)

Gestern hatte das Xing-Papier bei 37,32 Euro geschlossen, heute zog es im frühen Handel um 17,9 Prozent auf zeitweise punktgenau 44 Euro an. Der Medienkonzern Burda hat seine Beteiligung am Internet-Kontaktnetz Xing aufgestockt und plant ein Pflichtangebot an die freien Aktionäre.

Burda Digital halte bereits 38 Prozent der Stimmrechte, teilte Burda in einer Pflichtveröffentlichung mit. Den freien Aktionären, in deren Besitz noch 3,3 Millionen Aktien sind,  sollten nun 44 Euro je Anteilsschein oder insgesamt 147,3 Millionen Euro geboten werden. Für sein Angebot hat sich Burda einen passenden Zeitpunkt ausgesucht.

Digital ist besser

Noch im April hatte ein Anteilsschein mehr als 58 Euro gekostet. Seitdem befindet sich das Papier in einem Abwärtstrend und hat sich seit Januar deutlich schlechter entwickelt  als der Vergleichsindex TecDax.

Xing: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
44.70
Differenz absolut
-1.02
Differenz relativ
-2.22%

Bei Xing eingestiegen war Burda im November 2009 und hatte sich zunächst mit einem Viertel beteiligt. Der Verlag will kräftig in das Digitalgeschäft investieren und hat etwa im Jahr 2010 dort erstmals mehr Geld verdient als im klassischen Verlagsgeschäft auf dem Heimatmarkt.

Berufliche Kontaktbörse

Im Frühjahr hatte der Medienkonzern angekündigt, seinen Anteil an Xing weiter aufstocken zu wollen. Den Schwerpunkt setzt das Business-Netzwerk vor allem auf berufliche und geschäftliche Kontakte und hat auch Angebote für die Online-Personalsuche und Stellenvermittlung.

Im zweiten Quartal kam das Unternehmen auf einen Umsatz von 18,19 Millionen Euro und einen Überschuss von 2,07 Millionen Euro. Xing hat etwa 5,5 Millionen Mitglieder, deutlich weniger als Facebook, das gerade die Milliarden-Schwelle überschritten hat.