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Biotechnologie

Laborgläser in einem Chemielabor

Erstes IPO 2016

Brain startet erfolgreich an die Börse

Stand: 09.02.2016, 18:30 Uhr

Als erstes deutsches Biotech-Unternehmen seit 2006 ist Brain am Dienstag an die Börse gegangen. Trotz des schwierigen Marktumfelds gelang das Börsendebüt.

Mit 9,10 Euro schloss die Brain-Aktie knapp über dem Ausgabepreis von 9 Euro. Damit endete eine nervenaufreibende Zitterpartie. Zeitweise war der Kurs bis auf 9,15 Euro geklettert, fiel dann aber wieder unter die Schwelle von neun Euro.

Der Ausgabekurs lag am unteren Ende der angepeilten Spanne. Der Konzern aus dem hessischen Zwingenberg hatte gehofft, bis zu 12 Euro je Aktie einnehmen zu können.

Besonderer Börsengang

Der Börsengang von Brain ist in zweifacher Hinsicht etwas besonderes: Zum Einen hat Brain als erstes Unternehmen 2016 den Schritt auf das Frankfurter Parkett gewagt. Zum Anderen gab es seit dem IPO der Münchener Wilex keinen Börsengang eines Biotech-Unternehmens - und der war im Jahr 2006.

Das hat laut Martin Steinbach von Ernst & Young auch seinen Grund:  "Bisher hat es Biotechunternehmen eher an ausländische Börsenplätze gezogen. Lange war der Blick vor allem in die USA gerichtet, dort gab in den Vorjahren einen regelrechten Boom bei Biotechfirmen."

Durch hohe Kosten für Forschung und Entwicklung brauchen Investoren allerdings oft Geduld, bis Biotech-Unternehmen schwarze Zahlen schreiben. Auch Brain steckt bisher in der Verlustzone.

Insgesamt hat Brain 3,6 Millionen Aktien platziert. Mit dem IPO nehmen die Zwingenberger 31,5 Millionen Euro ein. Der Gewinn fließt ins Unternehmen.

Industrie biologisieren

Die Firma Brain ist ein Spezialist für Bioökonomik: Forscher gucken bei der Natur ab - und machen sich diese Erkenntnisse dann für Verfahren in der Medizin, Landwirtschaft und Industrie zunutze.

Brain will Chemikalien, Medikamente und Textilien umweltfreundlicher und ressourcenschonend herstellen. Konzentriert sich also auf den Bereich der weißen Biotechnologie, der "Biologisierung" der Industrie.

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Der niederländische Elektrokonzern Philips will beim Börsengang seiner Lichtsparte bis zu 844 Millionen Euro einnehmen. 37,5 Millionen Anteilscheine werden zu einem Stückpreis von 18,50 bis 22,50 Euro angeboten. Als ersten Handelstag strebt Philips den 27. Mai an. Damit kommt zunächst ein Viertel der Tochter an die Börse, die damit mit bis zu 3,38 Milliarden Euro bewertet wird. Der Börsengang hatte sich bereits abgezeichnet, nachdem der Konzern zuletzt keinen Käufer für die Tochter gefunden hatte.

cw/ nb

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