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Automobile

BMW I8

Mercedes Paroli bieten

BMW gegen die S-Klasse

Stand: 22.02.2016, 11:58 Uhr

Mercedes ist mit seiner jüngsten Produktoffensive an den Konkurrenten aus Ingolstadt und München vorbeigezogen. Nun plant BMW eine Gegenoffensive im oberen Preissegment.

Offenbar geht es dabei um eine Ausweitung der Siebener-Reihe, wie das "Handelsblatt" aus Konzernkreise erfahren hat. In der Diskussion sei unter anderem die Entwicklung eines Siebeners als Coupé nach dem Vorbild des legendären Achter-BMWs aus den achtziger Jahren, schreibt das Blatt.

Ziel sei ein Auto, das deutlich schneller und sportlicher als der S-Klasse-Rivale sein soll. BMW denkt offenbar an ein "Derivat" der Siebener-Reihe mit starken Acht- und Zwölfzylindermotoren. Auch soll der Hybridsportwagen i8 zusätzlich als Cabrio angeboten werden. Bis 2020 soll ein weiteres Stromauto auf den Markt kommen, möglicherweise ein SUV.

Kunden in USA und China im Blick

Im Blick hat BMW vor allem Kunden in China und den USA, den wichtigsten Absatzmärkten für die Luxusmodelle. Damit wollen die Münchner Handlungsstärke demonstrieren, dürfte doch Mercedes ausgerechnet in diesem Jubiläumsjahr - BMW feiert am 7. März den 100. Geburtstag - erstmals wieder mehr Autos verkaufen. Bei der Rendite liegen die Konkurrenten aus Stuttgart bereits wieder vorn.

Internen Berechnungen zufolge verdient Mercedes rund 30.000 Euro pro verkauften S-Klasse-Wagen. Der Vorsprung im Topsegment bringe Mercedes einen Ergebnisvorteil von mindestens einer Milliarde Euro pro Jahr. Diese Lücke soll geschlossen werden.

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Skepsis der Anleger

Auch die Anleger betrachten den Autobauer zundehmend skeptisch. Seit Jahresbeginn gehören die Papiere mit minus 23 Prozent nach denen der Deutschen Bank zu den schlechtesten Dax-Werten. Die Daimler-Aktien haben 17 Prozent an Wert eingebüßt.

Zu den Skeptikern gehört auch Analyst Stefan Burgstaller von Goldman Sachs. Er hat erst in der vergangenen Woche die Einstufung für BMW trotz zuletzt überdurchschnittlich guter Absatzzahlen für Europa und China auf "Sell" belassen. Mit diesem Urteil ist Burgstaller aber in der Minderheit. Im Durchschnitt trauen die 23 den Konzern beobachtenden Analysten der Aktie einen fairen Wert von 92 Euro zu. Damit hätten die Papiere ein Steigerungspotenzial von 22,5 Prozent.

lg

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Die BMW-Neuheiten 2016

Im Jubiläumsjahr

BMW M4 GTS

BMW M4 GTS

Wer es betont sportlich mag, für den sind die M-Modelle von BMW immer einen Blick wert. Im März kommt mit dem M4 GTS ein Auto für wahre Fans, dessen Stückzahl auf 750 Exemplare begrenzt sein soll. Der GTS ist eine Weiterentwicklung des "normalen" M4, der ein wahres Kraftpaket ist. Mit 500 PS und einer Beschleunigung von Null auf Hundert in 3,9 Sekunden sind die Werte in der Tat äußerst sportlich. Kostenpunkt allerdings rund 140.000 Euro, das ist gut doppelt so viel, wie der aktuelle M4 kostet.

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