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Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender BMW

Ebit-Marge gesunken

BMW: Begeisterung sieht anders aus

Stand: 20.04.2017, 13:56 Uhr

Sondereffekte haben dem Autobauer BMW im ersten Quartal zu einem Gewinnsprung verholfen. Trotzdem hält sich die Freude der Anleger in Grenzen. Der Kurs dreht sogar ins Minus.

Nach den überraschend vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal schossen die Papiere des Autobauers zunächst um 1,6 Prozent auf ein Zweieinhalb-Wochen-Hoch von 85,31 Euro. Binnen weniger Minuten kippten sie allerdings wieder ins Minus und notieren zuletzt 0,8 Prozent schwächer.

Zwar sehen die vorläufigen Zahlen auf den ersten Blick gut aus. Kritiker finden aber mit der zum Vorquartal geschrumpften Marge im Autogeschäft ein Haar in der Suppe. Tatsächlich ist die Ebit-Marge im Automobilsektor auf 9,0 Prozent gesunken, nach 9,4 Prozent im ersten Quartal des Vorjahres. "Außerdem hat VW ja bereits den Sektor mit seinen guten Zahlen in den vergangenen Tagen nach oben getrieben, da nehmen nun einige Gewinne mit", sagte ein Händler.

Kleines Plus im Autogeschäft

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
83,60
Differenz relativ
-0,68%

Das Vorsteuerergebnis (einschließlich des Finanzergebnisses) kletterte um 27 Prozent auf drei Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Automobilgeschäft, dem mit Abstand führenden Segment vor Motorrädern und Finanzdiesntleistungen, kletterte das Ebit um fünf Prozent auf 1,871 Milliarden Euro.

BMW profitierte nach eigenen Angaben vor allem von positiven Bewertungseffekten - unter anderem im Zusammenhang mit der Beteiligung von neuen Investoren am Kartendienst Here in Höhe von 183 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Verbesserung des übrigen Finanzergebnisses in Höhe von 122 Millionen Euro, im Wesentlichen durch Bewertungseffekte getrieben.

Spektakuläre Wende im Finanzergebnis

Auch der Beitrag aus dem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen BMW Brilliance Automotive hat zugenommen. Eine spekakuläre Wende schaffte der Konzern beim Finanzergebnis: Es schnellte auf 359 Millionen Euro in die Höhe, nachdem im Jahr zuvor noch ein Verlust von 89 Millionen Euro angefallen war.

Der Umsatz der BMW-Gruppe stieg um zwölf Prozent auf 23,4 Milliarden Euro. Den Quartalsbericht will BMW am 4. Mai veröffentlichen. Im laufenden Jahr strebt BMW unverändert einen leichten Zuwachs beim Konzernergebnis vor Steuern sowie zwischen acht und zehn Prozent Rendite im Autosegment an.

lg

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