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Laurence Fink, Chef des Finanzkonzerns BlackRock

Ernüchternde Quartalsbilanz

Blackrock wächst weniger rasant

Stand: 17.07.2017, 16:35 Uhr

Der zunehmende Wettbewerb im Fondsgeschäft hat das Wachstum des Vermögensverwalters Blackrock im zweiten Quartal gebremst. Umsatz und Gewinn stiegen weniger stark als erwartet. Anleger zeigen sich enttäuscht.

Die Aktie von Blackrock verliert am Montag im frühen Handel an der Wall Street rund drei Prozent. Am Freitag hatten die Titel des weltgrößten Vermögensverwalters noch mit 438,34 Dollar ein Rekordhoch an der New Yorker Börse erreicht. Seit Jahresbeginn sind die Aktien um knapp zwölf Prozent gestiegen.

Gewinn bleibt hinter den Erwartungen

Blackrock profierte zwar von einer anhaltend großen Nachfrage nach Indexfonds und sammelte eine Rekordsumme von 74 Milliarden Dollar für ETFs ein. Der Konzerngewinn stieg aber nur um neun Prozent auf 857 Millionen Dollar. Je Aktie verdiente der Finanz-Gigant lediglich 5,22 Dollar. Analysten hatten 5,39 Dollar je Aktie erwartet.

Auch beim Umsatz schnitt der Vermögensverwalter schlechter ab als prognostiziert. Die Erlöse wuchsen um lediglich sechs Prozent auf 2,97 Milliarden Dollar. Die Analysten-Schätzungen lagen bei etwas über drei Milliarden Dollar.

Gebühreneinnahmen schrumpfen

Die wachsende Konkurrenz im klassischen Fondsgeschäft machte Blackrock zu schaffen. Für einige Fondsprodukte musste die US-Firma die Gebühren senken. Dies führte zu einem Rückgang der Gebühreneinnahmen. Analyst Christopher Harris von der Bank Wells Fargo sprach von einer negativen Überraschung. Selbst das ETF-Geschäft wird schwieriger angesichts der wachsenden Billig-Konkurrenz. "Dieses Jahr sehen wir einen wieder stärkeren Wettbewerb", sagte am Freitag Mark Wiedman, Chef der Indexfonds-Sparte von Blackrock.

Im ersten Quartal profierte Blackrock noch von höheren Gebühren. Der Finanzkonzern betreibt zahlreiche Fonds und ist Nummer eins weltweit bei ETFs. Das verwaltete Vermögen liegt bei insgesamt 5,68 Billionen Dollar.

nb

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