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Börsenpläne für britisches Joint-Venture
Bekommt die Deutsche Telekom den Inselkoller?
Die IPO-Pläne für den britischen Mobilfunkmarktführer Everything Everywhere, ein Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Telekom und France Télécom, nehmen Gestalt an. Ganz raus aus Großbritannien wollen die Bonner aber offensichtlich nicht.
Everything Everywhere-Shop in London
Wie die britische "Sunday Times" unter Berufung auf Branchen- und Bankenkreise berichtet, wollen Deutsche Telekom und France Télécom jeweils 25 Prozent an dem 2010 gegründeten Joint Venture verkaufen. Ein lohnendes Geschäft für beide Seiten, könnten die Kontinentaleuropäer dafür doch insgesamt rund zehn Milliarden britische Pfund (11,5 Milliarden Euro) einstreichen.
Der Geldsegen könnte zudem rascher kommen als bislang am Markt erwartet. Laut "Sunday Times" steht das IPO bereits für die zweite Jahreshälfte auf der Agenda, noch im September könne der Gang auf das Parkett der Londoner Aktienbörse erfolgen.
In der Gerüchteküche
EE – unter dieser klangvollen Abkürzung ist das Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Telekom und France Télécom in Großbritannien bekannt – war in der Vergangenheit des Öfteren Gegenstand von Marktgerüchten gewesen.
Bereits im Sommer 2012 wurde spekuliert, Finanzinvestoren würden die Übernahme von Everything Everwhere erwägen. Apax, KKR und CVC wurde Interesse nachgesagt.
Im Dezember hatte Telekom-Finanzvorstand Tim Höttges dann aber erklärt: "Wir überlegen uns, das britische Mobilfunkgeschäft an die Börse zu bringen." Zeitpunkt und Volumen hingen aber von der Marktbewegung ab, sagte Konzernchef René Obermann damals. Klar sei allerdings, dass die Telekom keine Alleingänge ohne France Télécom wolle.
Die Deutsche Telekom...
Wichtige Marken im Blick
Am Markt werden die neu aufgeflammten IPO-Gerüchte mit Gelassenheit aufgenommen. Die Aktie der Deutschen Telekom startet mit einem leichten Abschlag in den Handel, hält sich aber zunächst über der runden Marke von 9,00 Euro.
Der Dax-Titel befindet sich seit Mitte November im Aufwind. Ein neues technisches Kaufsignal würde aber erst mit einem Anstieg über den Widerstand bei 9,21 Euro gesandt.
Umgekehrt geriete das positive charttechnische Bild mit einem Sturz unter die 200-Tage-Linie (aktuell bei 8,86 Euro) und das Januar-Tief bei 8,75 Euro ins Wanken. Neue fundamentale Kursimpulse dürfte die T-Aktie spätestens am 28. Februar erhalten. Dann legt der Telekom-Riese seinen Geschäftsbericht für 2012 vor.