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Jogi Löws Nivea-Lieferant
Beiersdorf-Umbau trägt Früchte
Mit den frischen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt das Beiersdorf-Management, dass der Konzern auf dem richtigen Weg zu sein scheint. Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis ziehen an.
Auch die Aktie hatte zuletzt von den Veränderungen im Konzern profitiert. In den vergangenen sechs Monaten legte sie um etwas mehr als 20 Prozent zu, was ungefähr der Dax-Entwicklung entspricht. Dennoch hat Beiersdorf Sektorenkonkurrenten wie Henkel oder Unilever ausgestochen, die ihren Börsenwert im gleichen Zeitraum nur um etwa elf, respektive acht Prozent, verbesserten. Nach Handelsstart liegt das Papier mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent an der Dax-Spitze.
Auf Basis des Gewinns für das Jahr 2013 liegt das KGV derzeit bei etwas mehr 26. Zum Vergleich: Das KGV des Dax-Index notiert derzeit bei rund 10. In den vergangenen 30 Jahren lag es im Schnitt etwa bei 19.
Wieder wettbewerbsfähiger
Die relativ gute Kursentwicklung dürfte nicht zuletzt damit zusammenhängen, dass Beiersdorf den Konzernumbau in den vergangenen Monaten vorangetrieben hat. Der Konsumgüterkonzern hat in den letzten Quartalen sein Produktsortiment bereinigt und sich von unrentablen Ladenhütern getrennt hat. Aus manchen Bereichen wie dem Make-Up-Geschäft zog sich der Konzern ganz zurück.
"Die Sortimentsstraffung und Neugestaltung der Verpackung scheint sich positiv auf das organische Wachstum auszuwirken", schreibt das Bankhaus Lampe in einer Analyse. Beiersdorf wird seit April 2012 von Stefan Heidenreich geführt. Sein Vorgänger Thomas Quaas hatte bereits Ende 2010 einen weitreichenden Umbau gestartet mit dem Ziel, das Pflegegeschäft rund um die Marke Nivea wieder wettbewerbsfähiger zu machen.
Etwas besser als gedacht
Erst im Dezember hatte der Nivea-Hersteller zuletzt seine Prognose erhöht. Auch mit den Zahlen zum dritten Quartal hatte der Konzern die Anleger überzeugt. Und zum Jahresende hin konnte Nivea das Wachstum tatsächlich noch beschleunigen. Beiersdorf steigerte den Umsatz im abgelaufenen Jahr organisch um 4,7 Prozent auf 6,04 Milliarden. Das ist etwas mehr, als die Fachleute erwartet hatten. Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich bestätigte zudem die Prognose für die operative Marge von rund zwölf Prozent. Demnach lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor Sondereffekten im vergangenen Jahr rechnerisch bei rund 725 Millionen Euro und damit deutlich höher als 2011.
Die Beiersdorf AG
Zahlen zum Gewinn will der Konzern Anfang März vorlegen. Während die Kosmetiksparte sich um 4,9 Prozent verbesserte, stiegen die Erlöse der kleineren Klebstofftochter Tesa lediglich um 3,6 Prozent. Beiersdorf hatte im Herbst aufgrund guter Geschäftsentwicklung für 2012 ein Umsatzplus von deutlich über vier Prozent in Aussicht gestellt.