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Konsum

 Nivea-Creme-Produktion bei Beiersdorf in Hamburg

Dickeres Renditeplus voraus

Beiersdorf setzt mehr Rendite an

Stand: 04.11.2015, 10:35 Uhr

Wie viel Kraft steckt in Beiersdorf? Der Mutterkonzern von Nivea und Tesa verspricht nach guten Profiten im dritten Quartal eine fettere Marge im Gesamtjahr. Gibt das der Aktie Kraft für ein neues Hoch?

Beiersdorf: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
84,24
Differenz absolut
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+0,71%

Die Beiersdorf-Aktie hat gerade erst - am Montag - ein neues Rekordhoch bei 87,26 Euro markiert. Heute trauen sich Anleger da nicht ganz heran, die Aktie schraubt sich aber bis auf 86,85 Euro, was immerhin zwei Prozent Plus gegenüber gestern ausmacht.

Außerordentliche Gewinnsprünge

Der Konzern macht mehr Tempo in der zweiten Jahreshälfte. Neue Produkte rund um die Kernmarke Nivea aber auch eine starke Nachfrage aus Lateinamerika haben den Umsatz von Juli bis September lwie von Analysten erwartet um sechs Prozent auf 1,633 Milliarden Euro angetrieben.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich sogar um 55 Prozent auf 242 Millionen Euro. Allerdings spielt hier auch eine Rolle, das im Vorjahr noch Wertberichtigungen auf das Haarpflegegeschäft in China auf die Zahlen drückten. Unter dem Strich kletterte der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn um 43 Prozent auf 159 Millionen Euro.

"Deutliche" Margenverbesserung

Beim Ausblick gibt es teils bessere, teils schlechtere Prognosen. Mit Blick auf das Ergebnis wird Beiersdorf optimistischer: Die bereinigte operative Marge soll "deutlich" und nicht mehr nur "leicht" das Vorjahresniveau von 13,7 Prozent übertreffen. Nach neun Monaten lag der Konzern bei dieser Kennziffer bei 14,9 Prozent.

Allerdings wird Beiersdorf beim Umsatzwachstum etwas pessimistischer. Aus eigener Kraft werde der Konzern nur noch um drei bis vier Prozent wachsen, hieß es, was vor allem an der Klebstofftochter Tesa liege. Zuvor hatte Beiersdorf noch um drei bis fünf Prozent organisch wachsen wollen. Die Rücknahme der Prognose ist gleichwohl für Marktbeobachter keine große Überraschung, denn im ersten Halbjahr hatte Beiersdorf ohnehin nur das untere Ende der Spanne erreicht.

In den ersten neun Monaten steigerte Beiersdorf den Umsatz um 6,8 Prozent auf rund 5,0 Milliarden Euro, das organische Plus lag bei 2,7 Prozent.

bs

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