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Über 100 Millionen Dollar Verlust

Barbie-Puppen werden zum Ladenhüter

Stand: 21.04.2017, 12:06 Uhr

Die Krise beim Spielzeughersteller verschärft sich weiter: Im ersten Quartal machte der Barbie-Hersteller den größten Verlust seit 15 Jahren. Die Aktie sackt ab. Die Wende sollen nun elektronische und vernetzte Spielzeuge bringen.

Die (Barbie-)Puppen tanzen nicht mehr. Was sich bereits im Weihnachtsgeschäft andeutete, hat sich nun im ersten Quartal 2017 fortgesetzt: Die Nachfrage nach den berühmten Barbie-Figuren sinkt und sinkt. In den ersten drei Monaten schrumpften die Erlöse mit der Marke Barbie um 13 Prozent. Im vierten Quartal 2016 hatte das Umsatzminus bei zwei Prozent gelegen.

Auch Spielzeuge der Marke Fisher-Price wurde gemieden. Der Umsatz ging hier um neun Prozent zurück.

Größter Umsatzrückgang seit 2009

Insgesamt fiel der Umsatz um 15 Prozent auf 735,6 Millionen Euro. Das ist das größte Minus seit acht Jahren.

Wegen des schwächelnden Geschäfts rutschte der weltweit führende Spielzeughersteller noch tiefer in die roten Zahlen. Der Verlust weitete sich überraschend deutlich um 55 Prozent auf 113,2 Millionen Dollar aus. Das ist der größte Fehlbetrag seit 2002.

Jahresprognose gestrichen

Nach dem desaströsen ersten Quartal kappte das Mattel-Management die Prognose für das Umsatzwachstum in diesem Jahr. Schon 2016 waren die Erlöse um vier Prozent gesunken.

Die Anleger reagieren enttäuscht. Die Mattel-Aktie bricht um mehr als fünf Prozent ein. Auf Ein-Jahres-Sicht hat der Kurs um fast 20 Prozent nachgegeben.

Neue Mattel-Chefin setzt auf Asien

Die neue Konzernchefin Margo Georgiadis, die im Februar von Google kam, ist nun gefordert. Sie will die Wende schaffen mit mehr elektronischen und vernetzten Spielzeugen. Außerdem plant Mattel eine Expansion in Asien.

nb

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Stand: 21.04.2017, 12:06 Uhr

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