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Industrie

Aurubis-Mitarbeiter kontrolliert das aus dem Anodenofen laufende flüssige Kupfer

Erstes Geschäftsquartal färbt sich

Aurubis in der Rohstoff-Baisse

Stand: 27.01.2016, 15:40 Uhr

Damit hatten Anleger nicht gerechnet: MDax-Mitglied Aurubis muss für das abgelaufene Quartal wohl einen deutlichen Vorsteuer-Verlust bilanzieren, und die Aktie begibt sich prompt auf Talfahrt.

Um bis zu acht Prozent rutschte der Titel der Kupferhütte am Mittwochnachmittag ab und war damit nur noch rund 42 Euro wert. Dass die Geschäfte mit dem Industriemetall Kupfer in den vergangenen Monaten nicht wirklich rund gelaufen sein konnten, war abzusehen.

Aus Plus mach Minus

Aurubis: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
46,96
Differenz absolut
1,04
Differenz relativ
+2,25%

Doch mit einem Vorsteuerverlust von 34 Millionen Euro (nach IFRS) überraschte das Unternehmen wohl auch skeptische Anleger wohl noch negativ. Im Vorjahreszeitraum hatte die Ergebnisgröße noch bei plus 33 Millionen Euro gelegen.

Aurubis ist einer der weltweit größten Kupferproduzenten und Kupferrecycler. Das Unternehmen produziert börsenfähige Kupferkathoden aus Kupferkonzentraten, Altkupfer und anderen Recyclingrohstoffen. Außerdem werden im Konzern Drähte, Walzprodukte und Profile aus Kupfer und Kupferlegierungen weiterverarbeitet. 

In scheinbar allen Bereichen hatte der Konzern in den vergangenen Monaten mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Laut der Mitteilung vom Mittwochnachmittag schlugen geringere Metallpreise ebenso auf die Bilanz durch wie eine niedrigere Edelmetallproduktion und schlechtere Märkte für Altkupfer.

Fürs Gesamtjahr besteht noch Hoffnung

Das gesamte Geschäftsjahr 2015/16 soll nun zwar beim Ergebnis deutlich unter dem des Vorjahres liegen, aber immer noch "zufriedenstellend" sein, so Aurubis. Im Geschäftsjahr 2014/15, das man im Dezember bilanziert hatte, war der Netto-Gewinn deutlich von 44 auf 134 Millionen Euro gestiegen.

Die Aurubis-Aktie war bereits im Dezember aus ihrem längerfristigen Aufwärtstrend nach unten ausgebrochen. Bereits damals hatte der eher defensive Ausblick den Anlegern nicht recht geschmeckt.

AB

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