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Pharma und Konsum

Johnson & Johnson-Logo auf Verbandszeug

Ist Johnson & Johnson das neue Ebay?

Investor will Aufspaltung von Johnson & Johnson

Stand: 28.01.2016, 15:46 Uhr

Carl Icahn hat es bereits bei Ebay und PayPal getan: Er forderte die Abspaltung des Bezahldienstes vom Online-Auktionshaus - und bekam sie. Nun fordert ein Investor die Aufspaltung von Johnson & Johnson.

Und zwar nicht in zwei Teile - sondern gleich in drei. Laut Insiderinformationen soll der Großinvestor Artisan Partners darauf drängen, dass weitere Aktionäre mitziehen. Er will so Druck auf das Management von Johnson & Johnson aufbauen.

Der Pharma-und Konsumgüterhersteller solle seine drei Geschäftsbereiche Pharma, Medizingeräte und Verbraucherprodukte voneinander trennen. Artisan soll angeblich darauf spekulieren, dass so bis zu 90 Milliarden Dollar zusätzlicher Börsenwert geschaffen werden.

Rollen Köpfe?

Johnson & Johnson: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
112,07
Differenz absolut
-0,50
Differenz relativ
-0,44%

Laut Informationen der Agentur Reuters sollen ebenfalls Führungspersönlichkeiten ausgetauscht werden.

Die Investmentfirma Artisan Partners wurde 1994 gegründet. Nach eigenen Angaben verwaltet der Konzern knapp 100 Milliarden Dollar. Laut "Financial Times" hält kein einzelner Investor mehr als sechs Prozent an Johnson & Johnson.

Johnson & Johnson's Gewinn im vierten Quartal war um 2,4 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar gesunken. Im gesamten Geschäftsjahr 2015 machte Johnson & Johnson ein Minus von 5,7 Prozent. Unterm Strich stand ein Gewinn von 70 Milliarden Dollar.

Analysten waren schlechter gestimmt

Allerdings hatten Analysten ein schlechteres Ergebnis erwartet, somit lag die Aktie nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen am Dienstag an der New Yorker Börse im Plus. Bernhard Weininger von Independent Research erwartet positive Impulse von neuen Produkten in der Pharmasparte und der Restrukturierung der Medizintechniksparte.

Artisan Partners selbst veröffentlicht seine Jahreszahlen im Februar. In den ersten neun Monaten 2015 setzte Artisan 613 Millonen Dollar um, zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Investmentfirma erzielte einen Gewinn von 151 Millionen Dollar, 13 Prozent weniger als zuvor. Das EPS habe bei 2,06 Dollar gelegen und sank damit um 15 Prozent.

cw

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