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ATX - die Tops und Flops 2016 Von Buwog bis Zumtobel

Telekom Austria: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Telekom Austria

Zum neuen Börsenstar in diesem Jahr hat sich die Telekom Austria gemausert. Die Aktie hat sich mit einem Plus von 2,7 Prozent klar vom Negativ-Trend abgekoppelt. Der Telefon- und Internet-Konzern ist im abgelaufenen Jahr wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der Gewinn betrug 385 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr nur moderat auf knapp 4,1 Milliarden Euro. Bemerkenswert ist, dass die Telekom Austria vor allem zunehmend Festnetzkunden anlockt: die Zahl der Festnetzanschlüsse stieg um fast ein Viertel auf 3,4 Millionen. Neben Österreich ist die Telekom Austria stark in Zentral- und Osteuropa vertreten. Abschreibungen in Weissrussland belasteten zuletzt das Geschäft. Das Unternehmen gehört inzwischen zum Firmenimperium des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim.

ATX - die Tops und Flops 2016 Von Buwog bis Zumtobel

Telekom Austria: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Telekom Austria

Zum neuen Börsenstar in diesem Jahr hat sich die Telekom Austria gemausert. Die Aktie hat sich mit einem Plus von 2,7 Prozent klar vom Negativ-Trend abgekoppelt. Der Telefon- und Internet-Konzern ist im abgelaufenen Jahr wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der Gewinn betrug 385 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr nur moderat auf knapp 4,1 Milliarden Euro. Bemerkenswert ist, dass die Telekom Austria vor allem zunehmend Festnetzkunden anlockt: die Zahl der Festnetzanschlüsse stieg um fast ein Viertel auf 3,4 Millionen. Neben Österreich ist die Telekom Austria stark in Zentral- und Osteuropa vertreten. Abschreibungen in Weissrussland belasteten zuletzt das Geschäft. Das Unternehmen gehört inzwischen zum Firmenimperium des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim.

Österreichische Post: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Österreichische Post

Die Aktie des nationalen Post-Konzerns hat sich ebenfalls 2016 knapp im Plus behauptet, nachdem sie im vergangenen Jahr noch 16 Prozent abgesackt war. Der Sparkurs der Post zahlt sich allmählich aus. Im dritten Quartal stieg das Betriebsergebnis um rund 15 Prozent. Für 2015 soll das Betriebsergebnis auf dem Vorjahresniveau oder leicht darüber liegen. Beim Umsatz wird ein Wachstum von ein bis zwei Prozent angepeilt.

Buwog: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Buwog

Besser als der Gesamtmarkt schlug sich die Buwog-Aktie. Sie verlor in diesem Jahr nur vier Prozent, während der ATX gut zehn Prozent nachgab. Immobilienaktien schlugen sich allgemein in den letzten Monaten ganz gut. Buwog bewirtschaftet, baut und verkauft Wohnungen in Österreich und Deutschland. Im ersten Halbjahr 2015/16 verdiente die österreichische Immobilienfirma, die einst vom Immobilien-Riesen Immofinanz abgespalten worden war, mit 81,7 Millionen Euro operativ 13 Prozent mehr.

Schoeller-Bleckmann: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Schoeller-Bleckmann

Mit einem Minus von knapp sechs Prozent hielt sich die Aktie von Schoeller-Bleckmann ebenfalls besser als der ATX. Dabei leidet der Bohrausrüster unter dem Ölpreisverfall und dem Sparkurs der Ölkonzerne. Im vergangenen Geschäftsjahr fiel ein operativer Verlust (Ebit) von 24 Millionen Euro an. Im Vorjahr hatte es noch ein operatives Plus von 67,5 Millionen Euro gegeben. Schoeller-Bleckmann ist Zulieferer für die Ölbranche. Die Österreicher produzieren Bohrköpfe und Bohrgestänge für die Suche nach Öl und Gas.

CA Immobilien: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

CA Immobilien

Neben Buwog gehörte mit CA Immo ein weiterer Immobilien-Wert zu den Top Five im ATX. Die Aktie von CA Immo gab lediglich um sechs Prozent nach. Seit Monaten gibt es einen Fusionspoker mit der Konkurrentin Immofinanz. CA Immo hält eine Beteiligung an Immofinanz, Immofinanz umgekehrt ist bei CA Immo im Boot. CA Immo besitzt Bürogebäude und Logistik-Immobilien in Deutschland, Österreich und Osteuropa. Die österreichische Gewerbeimmobilienfirma hat in den ersten neun Monaten die wichtige Kenngröße FFO I um 3,3 Prozent auf 55,8 Millionen Euro gesteigert. Kurz vor Weihnachten trat überraschend CA-Immo-Chef Bruno Ettenauer zurück.

Verbund AG: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Verbund AG

Zu den größten ATX-Verlierern dagegen zählte die Aktie der Verbund AG mit einem Minus von 16 Prozent. Sie litt unter dem schlechten Marktumfeld für Versorger-Titel. Dabei steckt Österreichs größter Stromkonzern noch voller Energie. Im November hob die Verbund AG ihre Jahresprognose an und stellte ein operatives Ergebnis von 900 Millionen Euro in Aussicht. Die gesunkenen Strom-Großhandelspreise glich der Konzern durch Kosteneinsparungen und Restrukturierungen aus. Der Wiener Versorger produziert über 90 Prozent des Stroms in seinen Wasserkraftwerken. Dabei ist er von der Wasserführung der Flüsse abhängig. Je höher der Wasserstand ist, desto besser ist die Auslastung der Kraftwerke. Die Hitzewelle in den Sommermonaten ließ aber den Wasserstand der Flüsse sinken. Darüberhinaus wird wegen der zunehmenden Förderung von Solarenergie weniger Wasserkraft eingespeist.

Vienna Insurance: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Vienna Insurance

Ähnlich stark ging es mit der Aktie der Vienna Insurance abwärts. Mit einem Minus von 17 Prozent setzte sie in diesem Jahr ihre Talfahrt von 2015 fort. Im vergangenen Jahr war Vienna Insurance der größte Flop im ATX. Die Niedrigzinsen machen dem österreichischen Versicherer zunehmend zu schaffen. Die Prämieneinnahmen sanken 2015 um 1,5 Prozent. Besonders stark war der Rückgang im Lebensversicherungsgeschäft. In den ersten neun Monaten 2015 schrumpfte das operative Ergebnis der Vienna Insurance um rund 16 Prozent auf 370,3 Millionen Euro. Eine Wertberichtigung von IT-System belastete die Bilanz. Vienna Insurance ist neben Österreich auch in zahlreichen osteuropäischen Ländern präsent.

RHI: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

RHI

In Ungnade fielen auch die Aktien von RHI. Die Titel des Anbieters feuerfester Materialien sackten um 19 Prozent ab. Anfang Februar hatte RHI vor Abschreibungen in Höhe von 34 Millionen Euro auf ein Schmalzmagnesia-Werk in Norwegen gewarnt. Das operative Ergebnis sank 2015 auf 96 Millionen Euro, der Umsatz stieg leicht auf 1,75 Milliarden Euro. Die Dividende solle bei 75 Cent je Aktie stabil bleiben.

Uniqa: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Uniqa

Mit Uniqa reihte sich ein weiterer Versicherer unter den größten Flops des Jahres im ATX ein. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn fast 28 Prozent. Das Niedrigzinsumfeld belastet Uniqa zunehmend. Zudem wird das bisher größte Investitionsprogramm der Geschichte das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr schmälern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wird ein Rekordergebnis angepeilt.

Zumtobel: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Zumtobel

Top-Verlierer des Jahres war bisher Zumtobel. Die Aktie brach um gut 32 Prozent ein. Der Leuchtenhersteller kam bei seinen Kosteneinsparungen zuletzt nicht so voran wie geplant. Die Ziele für das Geschäftsjahr 2015/16 wurden Anfang Dezember einkassiert. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) werde nur noch bei 70 bis 80 Millionen Euro liegen, warnte Zumtobel. Beim Umsatz wird ein Wachstum von rund fünf Prozent anvisiert. Zumtobel hat zu spät auf den LED-Trend reagiert und muss nun mehrere Leuchten- und Komponentenwerke dicht machen. Der Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher übernahm das Ruder. Schumacher muss jetzt bald liefern. Im zweiten Quartal 2015/16 sackte der Gewinn um gut ein Fünftel ab.

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