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Technologie

Apple CEO Tim Cook bei einer Produktpräsentation. Im Hintergrund der Schriftzug

Aufgewärmtes für die Börse

Apple: "One more thing"?

Stand: 21.03.2016, 11:44 Uhr

Heute ist es wieder einmal soweit: Apple veranstaltet eine seiner berühmt-berüchtigten Keynotes. Auch die Börse wird mit Hochspannung auf die neuen Produkte stieren.

Glaubt man der überlicherwieise gut informierten Fachpresse, wird das kalifornische Unternehmen heute ab 18 Uhr unserer Zeit zumindest zwei weiterentwickelte Produkte vorstellen: Ein neues kleines iPhone und ein neues mittelgroßes iPad.

iPhone

Für das iPhone wird über den Titel iPhone SE spekuliert. Das Gerät würde wie seine direkten Vorgänger 5 und 5S eine Bildschirmdiagonale von vier Zoll haben und über aktualisiertes Innenleben verfügen. Es wäre dann ein aktuelles Angebot für Apple-Kunden, denen die iPhone 6- und 6 Plus-Modelle zu groß geworden sind.

iPad

Beim iPad dürften die Änderungen ähnlich "revolutionär" ausfallen. Hier soll das bisherige mittelgroße iPad Air 2 zu einem iPad Pro, möglicherweise mit dem Zusatz "mini", mutieren. Die Bildschirmdiagonale dürfte bei 9,7 Zoll bleiben. Seit Herbst vergangenen Jahres bietet Apple das reguläre iPad Pro als besonders großes Tablet-Modell mit einer Größe von 12,9 Zoll an.

Dass es darüber hinaus nennenswerte Neuerungen geben wird, ist relativ unwahrscheinlich. Die legendären Zeiten, als Steve Jobs überraschende Neuerungen wie 2007 das erste iPhone aus dem Hut zauberte, sind wohl unter seinem Nachfolger Tim Cook ein für allemal vorbei. Es wird wohl auch dieses Mal kein "One more thing" geben, was diesen Titel auch wirklich verdient.

Apple-CEO Tim Cook und sein Vorgänger Steve Jobs

Tim Cook und Steve Jobs.

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
103,11
Differenz absolut
6,44
Differenz relativ
+6,67%

Mit wirklichen Überraschungen scheint auch die Börse nicht zu rechnen. Denn seit Sommer vergangenen Jahres hat sich die Apple-Aktie im Vergleich zum Dow-Jones-Index zu einem veritablen Underperformer entwickelt - trotz gigantisch hoher Gewinne und Cash Flows, Aktienrückkäufen und höherer Dividenden. Die Aktie ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund elf so niedrig bewertet, als würde Apple in den kommenden Jahren ein heftiger Gewineinbruch drohen.

ME

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