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Nachdenkliche Aktionärsfigur auf schwarz-rot-gelben Aktienkursen

Menschen setzen lieber aufs Sparbuch

An Deutschland geht der Aktien-Boom vorbei

Immer weniger Menschen in Deutschland besitzen Aktien oder Aktienfonds. Das überrascht ein wenig. Denn die seit fünf Jahren laufende Hausse hätte Anlegern eine hohe Rendite gebracht.

Seit dem Jahr 2009 ist beispielsweise der Dax von unter 4.000 auf über 9.500 Punkte gestiegen. Somit ist Menschen ohne ein Engagement am Aktienmarkt ein Plus von 150 Prozent entgangen.

Dax
Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
9548.68
Differenz absolut
4.49
Differenz relativ
+0.05%

Dennoch haben sich allein im vergangenen Jahr nach den Erhebungen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) rund 600.000 Menschen in Deutschland von ihren Aktieninvestments getrennt. Damit sind nur noch 8,9 Millionen Deutsche direkt oder indirekt in Aktien engagiert. Das sind 13,8 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Dabei fällt auf, dass der Rückgang praktsich allein durch Rückgabe vonn Aktienfonds zu Stande gekommen ist.

DAI in Alarmstimmung

"Ohne Aktien verzichten Anleger auf eine langfristig stabile Rendite der Inflationsrate und damit auf die Chance höhere Sparerfolge zu erzielen", kommentierte Christine Bortenlänger, Chefin des DAI.

Besonders allarmierend ist, dass Menschen unter 40 sich immer weniger für die Aktie oder Aktienfonds als Anlageform interressieren. Diese Entwicklung hält Bortenlänger für dramatisch. Die junge Generation spare möglicherweise in großen Stil falsch und verzichte damit auf die Sicherung des Lebenstandards im Alter.

Mit Anlagen wie Sparbuch, Termin- oder Festgeld verlieren Anleger derzeit, real nach Abzug der Inflationsrate, Geld. Solche Investment bringen, wenn überhaupt, häufig nur noch Verzinsungen knapp über der Grenze von 0,0 Prozent, was aber vielen Menschen egal zu sein scheint.

ME

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