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Amazon Versandzentrum in  Fernley, Nevada

Fünf Milliarden

Amazon startet Aktienrückkaufprogramm

Stand: 11.02.2016, 09:06 Uhr

Für fünf Milliarden US-Dollar will Amazon eigene Aktien zurückkaufen. Vielleicht will der Onlineriese so seine Aktionäre beschwichtigen, die pikiert auf die letzten Geschäftszahlen reagierten.

Es gibt kein fixes Ablaufdatum für das Programm. Es ersetzt ein zwei Milliarden Dollar schweren Rückkauf-Plan, der 2010 aufgelegt worden war.

Das neue Programm erlaube Amazon, seine Aktien je nach aktueller Situation zurückzukaufen, teilte der Konzern mit. Die Amazon-Manager möchten sich also die Möglichkeit offen halten, den Kurs zu stabilisieren.

Enttäuschte Anleger

Trifft der Online-Gigant vorbeugende Maßnahmen, um nicht wieder eine bittere Pille von seinen Investoren verpasst zu kommen? Nach Veröffentlichung der letzten Geschäftszahlen war der Amazon-Kurs eingebrochen.

Die Anleger waren enttäuscht, obwohl sie sich eigentlich nicht über die Zahlen des Onlineriesen beklagen konnten. Amazon verzeichnete drei Quartale in Folge einen Gewinn - das erste Mal in der Firmengeschichte.

Doch die Anleger hatten mehr erwartet, der Aktienkurs brach ein. Analysten sprachen von einer "Überreaktion der Investoren".

Zombie-Klausel in Geschäftsbedingungen

Amazon hatte zuletzt mit einer Zombie-Nutzerklausel in seinem Cloud-Dienst von sich Reden gemacht. Für eine neue Spiele-Entwicklungsumgebung wurde die Einschränkung verhängt, sie dürfe nicht für selbstfahrende Fahrzeuge, Atomanlagen und Sonstiges verwendet werden.

Das gelte allerdings nicht für den Fall, dass eine Virus-Infektion ausbricht - die "über Bisse oder Körperflüssigkeiten übertragen wird und zur Wiederbelebung von Leichen führt".

cw

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