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Gesundheit

 Ulf Schneider, Vorstandsvorsitzender Fresenius

Höhere Dividende, mehr Übernahmen

Alles im Fluss bei Fresenius

Der Dax-Konzern zeigt sich gut in Form. Im Interview spricht Fresenius-Chef Ulf Schneider von höheren Gewinnausschüttungen, weiteren Zukäufen und darüber, wie 2014 lief. Allein der Aktie nach zu urteilen, lief es ziemlich gut.

Fresenius habe seine Geschäftsziele für erreicht, sagte Schneider der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". "Die Prognose steht". Die Aktionäre könnten daher wie in den 21 Jahren davor mit einer höheren Dividende rechnen. "2015 sollte die 22. Steigerung möglich sein." Im vorigen Jahr hatte Fresenius 1,25 Euro für das Jahr 2013 ausgeschüttet.

Fresenius hatte sich für das vergangene Jahr ein Umsatzplus von 14 bis 16 Prozent sowie einen Gewinnanstieg von zwei bis fünf Prozent vorgenommen.

Noch mehr Übernahmehunger

Zufrieden zeigte sich der Konzern aus dem hessischen Bad Homburg mit der Entwicklung der für rund drei Milliarden Euro übernommenen Krankenhäuser von Rhön-Klinikum. "Wir sind sehr glücklich mit der Übernahme und bei der Integration exakt im Plan", sagte Schneider.

Grundsätzlich zeigte sich der Fresenius-Chef zu weiteren Übernahmen bereit. "Wir haben genügend Finanzkraft, um weitere Zukäufe zu stemmen. Und wir müssten auch keine Eigenkapitalmittel aufnehmen."

Fresenius-Aktie auf Rekordpfaden

An der Börse ist man offenbar mehr als zufrieden mit den Geschäften des Gesundheitskonzerns. Vor wenigen Tagen erreichte die Fresenius-Aktie ein Allzeithoch bei 49,44 Euro. Zusätzliche Kraft gab eine erfreuliche Nachricht der US-Tochter Fresenius Kabi. In deren Werk in Grand Island im US-Bundesstaat Illinois könne die Produktion nach drei Jahren Pause bald wieder auf vollen Touren laufen.

Die US-Gesundheitsbehörde (FDA) hatte früher Mängel im Werk festgestellt, zum Beispiel die Dokumentation und Überwachung der Herstellung. Daher durfte Fresenius Kabi zwar die laufende Produktion aufrecht erhalten, aber keine neuen Medikamente herstellen.

FMC auf Weg der Besserung

Auf dem Weg der Besserung ist zudem die Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care, die unter Kürzungen im US-Gesundheitssystem leidet. Die FMC-Gewinnmarge erhole sich mittlerweile. "Die Profitabilität wird sich stabilisieren", sagte Schneider.

bs

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