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Geldanlage

Christine Bortenlänger

Zahl der Aktionäre auf Drei-Jahres-Hoch

Aktien: Deutsche werden wieder mutiger

Stand: 09.02.2016, 12:02 Uhr

Die Zahl der Aktionäre ist so hoch wie zuletzt 2012, berichtet das Deutsche Aktieninstitut (DAI). Die Kursgewinne der vergangenen Jahre lockten die Anleger also zurück an die Börse. Sie sollten langfristig denken, rät DAI-Chefin Bortenlänger.

Im Jahresschnitt lag die Zahl derer, die Aktien oder Anteile an Aktienfonds besaßen, laut DAI bei rund 9,01 Millionen. Das ist der höchste Stand seit 2012 als es knapp 9,5 Millionen Aktionäre gab. Zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl um 6,7 Prozent oder 560.000. Vom Rekordstand im Jahr 2001, als fast 13 Millionen Deutsche Aktionäre waren, sind wir indes noch weit entfernt. Die negativen Erfahrungen beim Platzen der Dotcom-Blase hatte viele Anleger nachhaltig abgeschreckt.      

Interesse an der Aktienanlage steigt

Interesse an der Aktienanlage steigt. | Bildquelle: DAI, Grafik: boerse.ARD.de

Wieder Vertrauen in die Aktie

"Die Deutschen haben 2015 wieder Vertrauen in die Aktie und den Aktienfonds gefasst", bilanzierte das DAI. "Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus interessieren sich offenbar viele Anleger zunehmend für renditestärkere Anlageformen wie Aktien und Aktienfonds", heißt es im Bericht.

Wie sollten die Anleger jetzt angesichts der aktuell schwierigen Situation am Aktienmarkt reagieren? Dass es vernünftig ist, langfristig im Aktienmarkt investiert zu bleiben, zeigt ein Blick auf das Renditedreieck des DAI. Dort kann der Anleger schnell erkennen, dass es zum Beispiel im Zeitraum von 2005 bis 2015 im Schnitt eine jährliche Rendite von 7,1 Prozent abgeworfen hätte, wäre man im Dax investiert gewesen – trotz Finanzkrise, wohlgemerkt.

Renditedreieck

Renditedreieck Aktien. | Bildquelle: Deutsches Aktieninstitut

"Keine kurzfristigen Anlageentscheidungen"

Die Chefin des DAI, Christine Bortenlänger, warnt angesichts des Abschwungs an den Börsen vor Panik. Es ist sicher so, dass es keine leichten Zeiten für die Aktie sind. Andererseits bleibt gleichzeitig zu beobachten, dass auch für alle verzinsten Papiere momentan keine sehr gute Phase herrscht", sagte Bortenlänger. "Insofern ist besonders wichtig, die langfristige Perspektive nicht aus den Augen zu verlieren und gerade jetzt nicht kurzfristig hektisch bei Anlageentscheidungen zu reagieren."

Die Aktie habe sich "langfristig auch in Krisenphasen immer sehr, sehr gut geschlagen", betonte Bortenlänger. "Die Aktienanlage ist dann - auch für den Privatanleger - eine sehr gute Anlage, wenn sie langfristig betrieben wird."

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