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Öl

Phillips 66: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Über Raffinerien und Benzinpreise

Was gefällt Buffett an Phillips 66?

Stand: 16.02.2016, 10:03 Uhr

Warren Buffett kauft weiter Aktien des Raffinerie-Konzerns Phillips 66. Warum baut der berühmte Value-Investor sein Engagement in Zeiten fallender Ölpreise aus?

"Wir kaufen, weil wir das Unternehmen und das Management sehr mögen", sagte Warren Buffett dem US-Sender CNBC im vergangenen September. Bislang hat sich das Geschäft für Buffett zwar noch nicht gelohnt, aber vermutlich darf man einen längeren Anlagehorizont beim mittlerweile weit über 80-jährigen Starinvestor voraussetzen.

Seit Jahresbeginn hat sich die Phillips-66-Aktie um rund acht Prozent verbilligt und ist damit in etwa so schwach gelaufen wie der S&P 500. Auf Sicht eines Jahres hat das Papier des Raffinerie-Unternehmens das Niveau mit einem Minus von etwa einem Prozent ungefähr gehalten, während der marktbreite US-Index mehr als zehn Prozent verloren hat. Seit dem IPO 2012 hat sich der Preis allerdings verdoppelt.  

Buffett setzt auf das Downstream-Geschäft

Warren Buffett

Warren Buffett. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Mittlerweile besitzt Buffett über seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway Reuters-Angaben zufolge einen Anteil von mehr als 14 Prozent, der einem Wert von mehr als fünf Milliarden Dollar entspricht. Phillips 66 ist Berkshires sechstgrößte Aktienbeteiligung. Nach Angaben der US-Regulierungsbehörden sind die größeren Beteiligungen American Express, Coca-Cola, IBM, Kraft Heinz und Wells Fargo.

Phillips 66 ist ein führendes Raffinerie-Unternehmen in den USA und wurde im Jahr 2012 vom Ölkonzern Conoco Phillips abgespalten und an die Börse gebracht. Das sogenannte Downstream-Geschäft beinhaltet alle Stufen im Produktionsablauf, die Öl oder Gas nach der Förderung durchläuft.

Das Raffinerie-Geschäft ist attraktiv

Phillips 66-Logo

Phillips 66. | Bildquelle: Unternehmen

Raffinerie-Aktien gelten auch in Zeiten niedriger Ölpreise als gutes Investment. Nachdem die Ölpreise in den vergangenen Monaten stark gefallen sind, sei es für Leute in der Branche offensichtlich, dass Raffinerie-Aktien die beste Wette seien, hatte Carl Larry, Chef für Öl und Erdgas beim Beratungsunternehmen Frost & Sullivan gegenüber Bloomberg gesagt.

Das Raffinerie-Geschäft ist insbesondere in Zeiten niedriger Ölpreise attraktiv, weil sie die Nachfrage nach Benzin ankurbeln. Wenn Sprit billiger ist, dann haben die Konsumenten mehr Freude am Fahren und tanken häufiger, lautet die Überlegung.

Und nicht nur das. Das billige Öl macht auch die Verarbeitung für die Raffinerien billiger, sodass sich der Preis günstig auf die Margen auswirkt. Deshalb sollten Investoren bei Ölkonzernen also differenzieren. Offenbar rechnet Buffett damit, dass der Preis weiterhin auf niedrigem Niveau bleibt. Lesen Sie hier, wie die aktuelle Lage am Ölmarkt aussieht.          

Öl (Brent): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum 1 Monat
Kurs
49,13
Differenz absolut
1,57
Differenz relativ
+3,31%
Öl (WTI): Kursverlauf am Börsenplatz Deutsche Bank für den Zeitraum 1 Monat
Kurs
47,76
Differenz absolut
1,77
Differenz relativ
+3,85%

 Analysten überwiegend optimistisch

Die jüngsten Quartalszahlen von Phillips 66 fielen trotzdem alles andere als berauschend aus. Der Nettogewinn sank im vergangenen Quartal um 43 Prozent auf 650 Millionen Dollar. Trotzdem setzen Reuters-Daten zufolge neun Experten die Aktie auf "Buy" oder "Outperform". Sechs Fachleute würde die Aktie halten, ein einziger Analyst rät zum Verkauf.

ts

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