Teva Pharma: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Ratiopharm-Mutter verkauft Verhütungsgeschäft Teva: Tatsächlich Turnaround?

Stand: 12.09.2017, 08:50 Uhr

Der Jubel über den neuen Chef ist noch nicht verhallt, da vermeldet Teva einen Milliarden-Deal. Schafft die Ratiopharm-Mutter jetzt endlich die Wende? Oder war das gestrige Kursplus von 20 Prozent nur ein kurzes Intermezzo?

Der weltgrößte Generikahersteller hat einen Milliardendeal eingestielt. Teva veräußert sein Geschäft mit dem Verhütungsmittel Paraguard für 1,1 Milliarden Dollar in bar an die Firma CooperSurgical, wie Teva am Montag mitteilte.

Das US-Medizintechnik-Unternehmen übernimmt zudem den Produktionsstandort für Paragard in der Stadt Buffalo im US-Bundesstaat New York. Stimmen die Behörden zu, soll alles noch vor Ende des Jahres unter Dach und Fach sein.

Jubel über neuen Chef

Die Aktie reagiert positiv auf den Deal, im frühen Frankfurter Handel zieht sie um mehr als drei Prozent an.

Tags zuvor war sie bereits um 20 Prozent in die Höhe geschossen, nachdem der Konzern Kare Schultz zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt hat. Schultz führte seit Mai 2015 den dänischen Pharmakonzern Lundbeck.

Zaghafte Bodenbildung

Kurzfristig sieht es also ganz so aus, als könnte die Teva-Rally noch ein Stück weiter laufen. Es deutet sich sogar so etwas wie der zaghafte Versuch einer Bodenbildung nach dem jüngsten Absturz an.

Anfang August hatte Teva die Dividende gekürzt und die Prognose zum zweiten Mal nach unten korrigiert. Anleger reagierten entsetzt, die Aktie fiel auch in den folgenden Wochen immer weiter.

Nächstes Kursziel im Visier

Erst am Freitag markierte sie bei 12,71 Euro ein frisches 17-Jahres-Tief. Seit dem Rekordhoch 2015 bei 65,73 Euro in Frankfurt befindet sich der Titel in einem steilen Abwärtstrend, aus dem er jüngst sogar nach unten herausgefallen war.

Die Aktie hat nun gute Chancen, diesen Abwärtstrend wieder zurückzuerobern und damit kurzfristig weiter Kurspotential. Ein Rutsch unter das Tief bei 12,71 Euro würde dieses Szenario allerdings zunichtemachen.

Übergeordnet bleibt der mittel- und langfristige Abwärtstrend weiter intakt.

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Die größten Generika-Hersteller Top-3-Nachahmer

Novartis Schriftzug

3. Sandoz/Novartis

Der in der Schweiz ansässige Pharmagigant Novartis bearbeitet den Markt für Generika über seine Division Sandoz. Zum Portfolio gehört seit 2005 auch der deutsche Generika-Hersteller Hexal.

2016 machte Novartis mit Sandoz 10,1 Milliarden Dollar Umsatz. Die Generikasparte steht damit für 21 Prozent der Gesamtumsätze.

ag

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