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Uhren

Swatch: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Alternative zur Apple Watch

Swatch: Jetzt einsteigen?

Stand: 17.03.2016, 11:32 Uhr

Eigentlich sieht es für die Schweizer Uhrenindustrie ziemlich düster aus. Den Chinesen geht das Geld aus, die Jungen wollen nur noch Smartwatches und der Franken macht eh alles zu teuer. Das sieht der weltgrößte Hersteller Swatch ganz anders. Zu Recht?

Auch Swatch hat 2015 einen Umsatzrückgang erlitten. Die Erlöse sanken zu aktuellen Wechselkursen um 3,0 Prozent auf 8,45 Milliarden Schweizer Franken. Das Betriebsergebnis brach gar um 17,2 Prozent ein auf 1,45 Milliarden Franken. Der Gewinn schrumpfte sogar um 21 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken. Entsprechend entsetzt reagierten die Anleger: Im Vergleich zum Vorjahr verlor die Aktie fast ein Drittel ihres Wertes.

Um die Anleger bei Laune zu halten, sollen sie trotzdem eine unveränderte Dividende von 7,50 Franken pro Inhaberaktie und 1,50 Franken pro Namensaktie erhalten. Darüber hinaus dürfen sich die Anteilseigner über ein bis 2019 angelegtes eine Milliarde Franken schweres Aktienrückkaufprogramm freuen, das den Kurs der Swatch-Aktie stützen dürfte.

Chinesen kaufen wieder mehr Uhren

Swatch Bellamy. | Bildquelle: Unternehmen

Auch verspricht Swatch dank ihrer "starken Präsenz und Pionierrolle" in Ländern wie China, Russland oder Indien auch in diesem Jahr weiterhin für ein dynamisches Wachstum in Lokalwährungen zu sorgen. Noch viel wichtiger ist aber, dass der Verkauf von Uhren in China wieder anzieht. Im Januar sei gar ein starker Anstieg verzeichnet worden, weshalb Swatch im laufenden Jahr einen Anstieg der Verkäufe von "über" fünf Prozent in Lokalwährungen erwartet.

Auch vor den Smartwatches hat Swatch keine Angst: Sie seien weiterhin keine Konkurrenz für das Kerngeschäft der Uhrenindustrie. Computer-Uhren hätten bisher nicht den erwarteten Erfolg gehabt und sie veralteten schnell.

Swatch: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
295,50
Differenz absolut
-1,40
Differenz relativ
-0,47%

Ist die Swatch-Aktie also doch ein Kauf? Tatsächlich befindet sich das Papier seit Anfang 2014 in einem langfristigen Abwärtstrend. Damit ist es deutlich günstiger geworden, das derzeitige KGV beträgt nur noch 15,4. Der Kurs verharrt zwar unter der 200-Tage-Linie, doch der Abstand hat sich verringert, so dass selbst die langfristigen Chartsignale auf grün schalten könnten.

Für Value-Aktionäre?

Für die Analysten von der französischen Bank BNP Paribas ist Swatch eine Aktie vor allem für langfristig orientierte Value-Aktionäre. Der weltgrößte Uhrenhersteller habe seit der Finanzkrise keine Verluste geschrieben, zahle seit über zehn Jahren Dividende und verzeichne ein jährliches Gewinnwachstum von 3,3 Prozent in den letzten zehn Jahren - mit Ausnahme allerdings des letzten Jahres.

Die Aktie des SMI-Mitglieds wäre damit ein klares Investment und könnte nach dem Kursrückgang der letzten zwölf Monate auch für Warren Buffett interessant sein, streng nach dem Motto, "es ist wesentlich besser, ein wundervolles Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein faires Unternehmen zu einem wundervollen Preis".

Die Mehrheit der Analysten ist allerdings deutlich zurückhaltender. Von den 33 Experten, die das Unternehmen beobachten, empfehlen 16 die Swatch-Aktie zu halten. Nur elf raten zum Kauf.

lg

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