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Luxuriöse Gewinne mit Luxusuhren

Swatch: Mit Schweizer Präzision aufs Allzeithoch

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch will mit einem Milliardenzukauf sein einträgliches Geschäft mit Luxusuhren weiter ausbauen. Die Kursreaktion fällt äußerst glamourös aus. Überhaupt dürfte die Performance der Swatch-Aktie so manchem nicht investierten Anleger die Tränen in die Augen treiben.

Armbanduhr Omega De Ville Ladymatic.

Swatch Omega Uhren . | Quelle: picture-alliance/dpa

Die im Schweizer Leitindex SMI notierte Swatch-Aktie schießt bis zu 4,0 Prozent in die Höhe und markiert bei 512,00 Franken ein neues Rekordhoch. Auf dem Frankfurter Parkett ist der Luxus-Titel ebenfalls begehrt, hier liegt die neue Rekordmarke nun bei 415,75 Euro.

Ampeln stehen auf grün
Damit sendet der Schweizer Titel eines der besten Kaufsignale der technischen Analyse überhaupt. Auch wenn Anleger kurzfristige Korrekturen mit einkalkulieren sollten, scheinen aus charttechnischer Sicht mittel- bis langfristig weitere Kursgewinne mehr als wahrscheinlich. Denn alle Anleger, die Positionen in der Swatch-Aktie eröffnet haben, befinden sich nunmehr im Plus. In der Vierjahresperspektive sind sogar Kursgewinne von 250 Prozent angelaufen.

Als fundamentaler Kurstreiber erweist sich am Montag die Nachricht, dass Swatch für rund eine Milliarde Dollar die US-Nobelschmuckmarke Harry Winston übernommen hat.

Luxusuhren en masse

Für Swatch ist es der größte Zukauf seit zehn Jahren und noch dazu ein strategisch äußerst geschickter Schachzug, passt Harry Winston mit seinen Luxusuhren doch perfekt zur Ausrichtung des Schweizer Konzerns. Swatch besitzt bereits eine ganze Reihe von Luxusuhrenherstellern, darunter Marken wie Omega, Breguet, Blancpain, Glashütte Original und Tissot.

Harry Winston habe das Potenzial für einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Franken in vier bis fünf Jahren, sagte Konzernchef Nick Hayek. Der Reingewinn der neuen Tochterfirma könnte dann 250 Millionen Franken erreichen. Mit der Übernahme erhalte Swatch eine transparente Bezugsquelle für Diamanten, sagte Hayek.

Neun Milliarden sind möglich

Nicht zuletzt dank der Übernahme von Harry Winston erwartet der Uhrenkonzern nun für das laufende Geschäftsjahr eine deutliche Umsatzsteigerung. "Wenn die Uhren so dynamisch wachsen wie 2012, liegen neun Milliarden 2013 in Reichweite", sagte Hayek zu Reuters. 2012 erhöhte Swatch die Erlöse um 14 Prozent auf 8,14 Milliarden Franken.

Stand: 14.01.2013, 11:47 Uhr

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