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Aktienrückkauf beschlossen

Software AG tritt Flucht nach vorne an

Seit den vorgelegten Quartalszahlen Ende Januar hat die Aktie der Software AG fast ein Fünftel an Wert eingebüßt. Nun reagiert das TecDax-Unternehmen auf den Kurssturz und will Aktien zurückkaufen. Das kommt bei Anlegern gut an.

Aktienrückkäufe sind ein beliebtes Mittel, um Kurskosmetik zu betreiben und die Anleger bei der Stange zu halten. Denn durch das verringerte Aktienangebot erhöht sich rein rechnerisch der Gewinn je Titel. Das treibt den Aktienkurs an. "Der Aktienrückkauf zeigt, für wen das Unternehmen wirtschaftet: für die Aktionäre", sagt Wirtschaftsprofessor Hans-Peter Burghof von der Uni Hohenheim.

Viele Konzerne wie zuletzt die Deutsche Börse oder Siemens nutzen die Option von Aktienrückkäufen. Nun setzt auch die Software AG auf dieses Instrument. Dafür stünden bis zu 180 Millionen Euro zur Verfügung. Der Rückkauf soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Aktie erholt sich etwas

Die Ankündigung zeigte Wirkung an den Märkten: Die Papiere der Software AG legen am Freitagvormittag um über drei Prozent zu und führen die Liste der Gewinner im TecDax an. Damit erholen sich die Titel von ihrem jüngsten Kurssturz etwas.

Software AG: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
26.30
Differenz absolut
0.31
Differenz relativ
+1.19%

Die Aktien waren am 29. Januar um 15 Prozent abgestürzt, nachdem die Software AG ihre Zahlen für das abgelaufene Jahr publiziert hatte. Das Betriebsergebnis sank um acht Prozent, der Umsatz um fünf Prozent. "Wir haben geliefert, was wir versprochen hatten", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich. Anleger jedoch hatten sich mehr versprochen.

Ergebnis je Aktie dürfte steigen

Ein Börsianer begründete den Kursanstieg mit den positiven Auswirkungen des Rückkaufs auf das Ergebnis je Aktie. Dieser könnte sich wegen der geringeren Zahl an ausstehenden Aktien um bis zu 13 Cent erhöhen. Auswirkungen auf die Dividendenpolitik habe die Entscheidung allerdings nicht. Analyst Oliver Finger von der DZ Bank wertete den Schritt der Software AG als sinnvoll angesichts des aktuellen Kursniveaus.