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Osram: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Strohfeuer oder Trendwechsel?

Osram: Neuer Chef, neue Hoffnungen

Stand: 06.11.2014, 11:22 Uhr

Die Osram-Aktie hat die Anleger in ihrer kurzen Börsengeschichte durch ein Wechselbad der Gefühle gejagt. Nach einem Chefwechsel klettert sie an die MDax-Spitze. Hat sie jetzt endlich ihren Boden gefunden?

Unglaublich, aber wahr: Der kriselnde Leuchtmittelhersteller schreibt tatsächlich wieder schwarze Zahlen. Am Mittwochabend nach Parkettschluss wies das 2013 von Siemens abgespaltene Unternehmen einen Gewinn von 12 Millionen Euro für das dritte Quartal aus nach einem Verlust von 29 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank strich auch die "starke Dividende" positiv heraus. Seine Einstufung beließ er auf "Kaufen", Kursziel 35 Euro.

Olaf Berlien, designierter Osram-CEO

Olaf Berlien. | Bildquelle: Unternehmen

Und jedem Anfang…

Der eigentlich Aufreger verbarg sich aber jenseits des Zahlenwerks: Osram-Chef Wolfang Dehen macht den Weg frei für einen Neuanfang. Olaf Berlien, derzeitiger Chef der M+W Group, tritt zum Januar 2015 seine Nachfolge an.

Das schürt Hoffnungen auf einen Neuanfang, die zuletzt arg gebeutelte Aktie schießt am Donnerstag um bis zu 4,4 Prozent in die Höhe auf 29,73 Euro.

Von wegen Highflyer!

Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet, so lässt sich die kurze, aber ereignisreiche Börsengeschichte der Osram-Aktie zusammenfassen. Nach einem furiosen Start in 2013 wurde der Titel als Highflyer gehandelt. Ein Fehlschluss, wie sich rasch weisen sollte.

Seit ihrem Allzeithoch (50,75 Euro im März) hat sich die Aktie in der Spitze mehr als halbiert auf ein Tief von 25,31 Euro im Oktober und befindet sich damit ganz offiziell knietief in einem Bärenmarkt.

Oje, umgekehrtes V

Im Langfrist-Chart klar erkennbar ist eine umgekehrte V-Formation. Sie zählt zu den dynamischsten Trendumkehrformationen – und deutete im Falle der Osram-Aktie absolut verlässlich das Ende der Aufwärtsbewegung an.

Fakt ist: Das daraus ableitbare Abwärtspotenzial bis auf das 2013er-Tief (22,99 Euro) hat die Aktie bislang noch nicht voll ausgeschöpft, das Oktober-2014-Tief lag bei 25,31 Euro.

Riskant, riskant

Damit bleibt den Anlegern, die auf steigende Kurse bei der Osram-Aktie setzen wollen, ein gehöriges Restrisiko erhalten. Andererseits bietet die Charttechnik auch klare Hinweise, wo ein Stop-Loss sinnvollerweise zu platzieren wäre: nämlich knapp unterhalb des Oktober-Tiefs.

ag

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