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Stop-Loss-Order besser nicht vergessen
Nicht nur bei Symrise: Immer an die Absicherung denken!
von Angela Göpfert
Es gibt sie noch: Aktien, die steigen und steigen und steigen. Da kann man schon mal sorglos werden. Doch auch bei Aktien, die nur eine Richtung zu kennen scheinen, lohnt es sich, frühzeitig an die Absicherung zu denken. Das lehrt das Beispiel Symrise.
Mit der Symrise-Aktie konnten Anleger in der Vergangenheit leichtes Geld verdienen. Der MDax-Titel eilte von Rekordhoch zu Rekordhoch. Binnen Jahresfrist schoss er um 37 Prozent in die Höhe. In der Drei-Jahres-Perspektive stehen sogar Kursgewinne von 82 Prozent zu Buche.
Doch das Image des Highflyers hatte zuletzt einige Risse erlitten. Die Aktie des Duft- und Geschmacksstoffherstellers hatte Anfang November noch bei 27,97 Euro ein neues Allzeithoch markiert, kam im Anschluss jedoch etwas unter die Räder. Mittlerweile notiert die Symrise-Aktie bei gut 25 Euro rund neun Prozent unter ihrem Allzeithoch.
Fragen über Fragen
Nicht investierte Anleger dürften sich nun fragen: Lohnt es sich jetzt, bei Symrise einzusteigen und sich die Aktie zum verbilligten Kurs zu sichern?
Investierte Anleger dürften sich hingegen fragen: Habe ich den Absprung verpasst? Sollte ich jetzt noch die Reißleine ziehen? Oder muss man nur einfach geduldig sein und auf baldige Kurssteigerungen hoffen?
Kein Grund zur Beunruhigung?
Antworten auf solche Fragen liefert zuvorderst die Charttechnik. Für Charttechniker ist die Markierung eines neuen Allzeithochs das ultimative mittelfristige (!) Kaufsignal. Vor diesem Hintergrund sind die jüngsten Kursrückgänge nicht allzu beunruhigend, die Symrise-Aktie sollte nach einer angemessenen Konsolidierung wieder anfangen zu steigen.
Als "angemessen" dürften dabei Kursrückgänge bis auf 24,86 Euro gelten. Auf dieser Höhe verläuft eine wichtige horizontale Unterstützung – resultierend aus dem Septembertief 2012.
Düfte für die Welt
Immer an die Stop-Loss-Order denken
Umgekehrt gilt: Sollte die Symrise-Aktie diese Unterstützung reißen, müssen Investoren mit einer Beschleunigung der Abwärtsdynamik rechnen. Kursrückgänge bis in den Bereich von 24 Euro hinein, hier verläuft aktuell die 200-Tage-Linie, sind dann denkbar.
Diese Betrachtung verdeutlicht, wie wichtig eine rechtzeitige Stop-Loss-Order ist – gerade auch für Privatanleger, die ihr Depot nicht immer tages- und minutenaktuell im Blick haben. Damit lassen sich erzielte Gewinne sicher und Verluste begrenzen.
Im konkreten Beispiel würde sich ein Stop-Loss knapp unterhalb der 24,86-Euro-Marke anbieten. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Hintergrund: Die Stop-Loss-Order – gewusst wie.
Stand: 19.11.2012, 12:24 Uhr