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Immobilien

LEG Immobilien: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Prognose erhöht

LEG Immobilien sprüht vor Optimismus

Stand: 25.02.2015, 11:18 Uhr

Die Immobilienbranche schwebt dank der rekordniedrigen Zinsen derzeit auf Wolke sieben. Davon profitiert auch die im MDax notierte LEG Immobilien. Die Gesellschaft legt jetzt noch eine Schippe drauf und erhöht ihre Prognose. Sehr zur Freude der Börse.

Die Aktie der auf Wohnimmobilien, primär in Nordrhein-Westfalen, spezialisierten Gesellschaft führen am Mittwoch den Index der mittelgroßen Werte an. Am Vorabend nach Xetra-Schluss hatte LEG Immobilien vorläufige Zahlen für 2014 präsentiert und dabei die Prognose für das laufende Jahr angehoben.

Das LEG-Papier ist nicht nur heute Klassenbester im MDax, die Investoren haben auch schon zuvor kräftig zugegriffen. Die seit Ende Januar 2013 notierte Aktie, die zu 44 Euro an den Markt gebracht worden war, gehört nach einem Stotterstart beim Börsengang seitdem zu den Favoriten der Anleger. Der Aufwärtstrend ist eindeutig und hat die Aktie zu immer neuen Höhen geführt. Spätestens seit dem Sommer 2013 ist es bergauf gegangen, nachdem das Papier zuvor unter das Ausgabeniveau gefallen war und im Juli 2013 bei knapp 38 Euro ihr Tief erreicht hatte.

Viel Optimismus für die Zukunft

Den Anlegern gefällt besonders der Ausblick, den LEG Immobilien gibt. So soll die für Immobilienunternehmen zentrale Erfolgsgröße, der FFO (Funds from Operations) in diesem Jahr zwischen 195 und 200 Millionen Euro liegen. Bisher lag die Messlatte zwischen 188 und 193 Millionen Euro. Auch für 2016 erwartet das Management, dass es weiter bergauf geht bis auf einen Korridor zwischen 223 und 227 Millionen Euro.

Thomas Hegel, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien

Thomas Hegel, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Gleichzeitig gab LEG vorläufige Eckdaten für das Jahr 2014 bekannt. Der FFO stieg danach um 15,9 Prozent auf 163,6 Millionen Euro. Der Nettovermögenswert (NAV) pro Aktie ohne Firmenwertabschreibungen stieg um 6,7 Prozent auf 52,69 Euro. LEG profitierte 2014 von steigenden Mietpreiseinnahmen, gleichzeitig sank die Leerstandsquote. Zur Dividende äußerte sich Firmenchef Thomas Hegel nicht, er hatte allerdings zuletzt für Fantasie am Markt gesorgt.

Niedriges Zinsniveau beflügelt

Den Optimismus für die Zukunft begründet das Unternehmen unter anderem mit der Aussicht auf die geplante Umstrukturierung der Verbindlichkeiten zu günstigeren Konditionen. Damit nutzt LEG die rekordniedrigen Zinsen. Darlehen im Volumen von 900 Millionen Euro sollen refinanziert werden. Dadurch sinken die Finanzierungskosten, die durchschnittliche Kreditlaufzeit verlängert sich auf elf Jahre, bisher lag sie bei durchschnittlich zehn Jahren.

Fahnen der LEG Immobilien AG vor der Zentrale in Düsseldorf

LEG-Immobilien-Zentrale in Düsseldorf. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Die Refinanzierung kostet zunächst 60 Millionen Euro, das Geld soll sich nach eigenen Berechnungen innerhalb von 3,5 Jahren amtortisieren. Das Zinsniveau ist für die gesamte Branche extrem wichtig, denn Fremdkapital wird durch die niedrigen Zinsen deutlich billiger. Bei LEG setzt man zudem auf weitere positive Effekte des Effizienzsteigerungspotenzials.

Alles ohne Zukäufe

Bei der Projektion macht LEG Immobilien immer eine wichtige Einschränkung. Nämlich die, dass alles ohne Zukäufe durchgerechnet wurde. Anders als viele Mitbewerber hat sich LEG nämlich am großen Fusionspoker in der Branche bisher nicht beteiligt. Gekauft werden vielmehr Einzelportfolios mit Blick auf den Hauptmarkt Nordrhein-Westfalen.

rm

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