Aktie des Tages Großer Hype um Bitcoin Group

Stand: 08.08.2017, 13:20 Uhr

In dem großen Hype um Bitcoins reißen sich Anleger derzeit um Aktien der Bitcoin Group. Eine Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf Bitcoin & Co, die junge Unternehmen finanziert. Die Gewinnmaschine läuft auf Hochtouren. Das Geld bringt die Handelsplattform bitcoin.de rein.

Der Bitcoin ist in aller Munde. In diesem Jahr kletterte der Preis für die Kryptowährung erst auf 1.000 Dollar, dann übersprang sie die 2.000er und 3.000er Marke im Eilschritt. Gestern 3.400 Dollar, heute erreichte sie einen Preis von fast 3.488 Dollar. Während die einen schon Kurse von 5.000 oder gar 10.000 Dollar ausrufen, warnen andere vor einer gigantischen Spekulation und vergleichen die Manie mit der gigantischen Tulpenzwiebel-Spekulation im 17. Jahrhundert, die bekanntermaßen in einem Crash endete.

Viele Anleger lassen trotz verlockender Aussichten daher lieber die Finger von Kryptowährungen wie dem Bitcoin - und suchen nach anderen Wegen, in den Bitcoin-Boom zu investieren. Zum Beispiel über die Aktie der Bitcoin Group aus Herford. Eine Beteiligungsgesellschaft, die ihren Schwerpunkt laut eigenen Angaben auf innovative und disruptive Geschäftsmodelle und Technologien aus den Bereichen Cryptocurrency und Blockchain legt. Sie versteht sich auch als Risikokapitalgeber für junge Unternehmen, um deren Wachstumspotenzial zu schöpfen, auch zum Beispiel Unternehmen, die ihren Börsengang vorbereiten.

Rasanter Kursanstieg

Die Aktie der Bitcoin Group hat sich in diesem Jahr verdreifacht, von Kursen um die 5 Euro auf über 15 Euro, was einem Börsenwert von rund 76 Millionen Euro entspricht.

Regelrecht in die Höhe katapultiert wurde die Aktie Ende Juli, als das Unternehmen seine Eckdaten zum ersten Halbjahr 2017 präsentierte. Denn Umsatz- und Gewinnwachstum der noch kleinen Firma waren beachtlich. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 128 Prozent auf 1,8 Millionen Euro, der Vorsteuergewinn gar um 240 Prozent auf 1,2 Millionen.

Das hat der Konzern vor allem den guten Geschäften seiner 100-prozentigen Tochter zu verdanken: der Bitcoin Deutschland AG. Die betreibt die Plattform bitcoin.de, ein Handelsplatz für die virtuelle Währung, die mit 430.000 Kunden immerhin als der größte europäische Bitcoin-Markplatz gilt. Der rege Handel des Bitcoins befeuert die Geschäfte der Bitcoin Group, egal ob es mit dem Bitcoin rauf oder runter geht. Die großen Schlagzeilen rund um die Kryptowährung dürften der Aktie der Bitcoin Group auch nicht geschadet haben.

Nur fünf Prozent im Streubesitz

Der starke Kursanstieg freut vor allem einen: Oliver Flaskämper, der über seine Priority AG 95 Prozent der Aktien hält. Der Internet-Unternehmer hat mehr als ein Dutzend Startup-Firmen gegründet, unter anderem den Online-Preisvergleich Geizkragen.de, den Online-Gehaltsvergleich nettolohn.de - und eben den Handelsplatz bitcoin.de.

Flaskämper will seinen Anteil an der Bitcoin Group laut früheren Angaben mittelfristig auf 80 Prozent senken. Doch noch ist davon nichts zu sehen. Der Streubesitz der Aktie wird weiterhin mit fünf Prozent angegeben.

Das heißt: Nur wenige Aktien sind in Umlauf, was bei der starken Nachfrage den Aktienkurs zusätzlich befeuert haben dürfte.

Das Unternehmen ist seit 2013 an der Düsseldorfer Börse gelistet, damals noch unter dem Namen AE Innovative Capital SE. Doch als Bitcoin.de unter das Dach der Firma kam, passte der Name "Bitcoin Group" einfach besser.

Das vorige Jahr hatte die Bitcoin Group mit einem Gewinn von 114.000 Euro abgeschlossen. Anlässlich der erst Ende Juni veröffentlichten Jahresbilanz 2016 sagte Unternehmenschef Michael Nowak: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Wachstum unseres noch relativ jungen Unternehmens." Und natürlich glaubt er an den Bitcoin: "Es zeigt sich, dass der Bitcoin kein kurzfristiger Trend ist, sondern eine nachhaltige und unaufhaltsame Entwicklung erlebt und sich in einem zukunftsorientierten Markt als valide Währungsalternative und renditestarkes Investment etablieren kann."

Wegen des guten ersten Halbjahres hatte die Bitcoin Group ihre Jahresprognose Ende Juni angepasst. So soll das Konzernergebnis nicht mehr nur "moderat" sondern "stark" steigen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres soll die Zahl der registrieren Nutzer die Marke von 450.000 überspringen. Das Unternehmen sieht sich als grundsolide finanziert und agiert laut eigenem Bekunden ohne Fremdfinanzierungen.

»Wir agieren weiter ohne Fremdfinanzierungen und weisen eine Eigenkapitalquote auf, die in der Branche den Vergleich mit anderen Finanzdienstleistern und Banken nicht zu scheuen braucht, im Gegenteil. Wir sind ein grundsolide finanziertes Unternehmen und haben die beste Basis für weiteres Wachstum und Vertrauen der Investoren gelegt.«

Michael Nowak, Chef der Bitcoin Group

Ende 2016 betrug die Eigenkapitalquote 89,4 Prozent. Die Gesellschaft profitierte auch durch die Zuflüsse eigener Bitcoins und durch Kurssteigerungen: Dadurch kletterten die "zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte" im vorigen Jahr um das Dreifache.

bs

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