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Kurspflege

FMC plant Aktienrückkauf

Der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care (FMC) kündigt für die nächsten Monate ein Aktien-Rückkaufprogramm an. Auch die Aktienstruktur soll vereinfacht werden. Das beflügelt den Dax-Titel.

Am Donnerstagmorgen gewinnt das Papier mehr als drei Prozent. Ein Händler bezeichnete die Nachricht als positiv. Das ist etwa so viel, wie die Aktie bisher seit Jahresbeginn zulegen konnte. Damit hat sich das Papier des Dialyse-Spezialisten ziemlich exakt wie der Dax bewegt.

Die Aktie des Mutterkonzerns Fresenius legte im gleichen Zeitraum um mehr als 13 Prozent zu.

Aktienstruktur vereinfachen

Das Management gab heute bekannt, dass FMC in den nächsten sechs Monaten eigene Stammaktien im Volumen von bis zu 385 Millionen Euro über den Kapitalmarkt zurückkaufen wolle. Das entspricht bis zu 2,3 Prozent des Grundkapitals. Zusätzlich zum Aktienrückkauf soll die Aktienstruktur vereinfacht werden. Die noch ausstehenden stimmrechtslosen Vorzugsaktien, die rund 1,3 Prozent des Grundkapitals ausmachen, sollen mit Zustimmung der Vorzugsaktionäre im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien umgewandelt werden.

Es darf spekuliert werden

Laut Unternehmensmitteilung befinden sich rund 77 Prozent der ausstehenden Vorzugsaktien im Besitz eines "namhaften europäischen Finanzsinstituts". Gegenüber dem Unternehmen habe dieser Vorzugsaktionär seine Absicht bekundet, den Vorschlag zur Umwandlung der Vorzugsaktien zu unterstützen. Er habe sich zudem zu einer baren Zuzahlung an FMC verpflichtet. Die Finanzierung erfolge aus dem laufenden Cash Flow und bestehenden Kreditlinien, heißt es weiter.

Rückkaufprogramme meist positiv bewertet

Anleger begrüßen Aktien-Rückkaufprogramme in der Regel, da sie meist einen positiven Einfluss auf den Aktienkurs haben. Schließlich steigt durch den Kauf die Nachfrage und das treibt den Kurs an. Außerdem verteilen sich die Gewinne künftig auf weniger Anteile. Allerdings gibt es auch eine kritische Sicht. Rückkäufe können am Markt den Eindruck erwecken, das Unternehmen finde keine bessere Verwendung für das zur Verfügung stehende Kapital. Aber auch das ist keineswegs ausgemacht. Schließlich eignen sich eigene Aktien für das Unternehmen gut zur Finanzierung von Übernahmen.

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