Eon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Aktie des Tages Eon-Aktie voller Energie

Stand: 19.06.2017, 13:24 Uhr

Papiere des Versorgers sind auch am Montag gefragt. Genau wie Aktien des Branchennachbarn RWE erholen sie sich weiter von den Rückschlägen der vergangenen Jahre. Ein Ende scheint nicht abzusehen.

Da geht noch was, denken sich offenbar auch die Analysten beim Blick auf die Eon-Aktie. Am Montag haben gleich zwei Großbanken Empfehlungen für die Titel des einst so geschundenden Versorgers bekräftigt oder erstmals ausgesprochen. Der Sturmlauf der Eon-Aktie, die im laufenden Jahr bereits 33 Prozent zugelegt hat, könnte durchaus noch ein wenig anhalten, meinen auch die Experten.

Kursziele nachgezogen

Eon
Eon: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Deutsche Bank etwa hat ihr Kursziel bei zehn Euro belassen, was der AKursdktie noch ein mittelfristiges Potenzial von rund zwölf Prozent einräumt. Bei der US-Großbank Morgan Stanley wurde das Kursziel drastisch von 7,30 auf 10,30 Euro angehoben.

Die Gründe für die wohlwollende Beurteilung der Eon-Aktie ähneln sich. Die Deutsche Bank verweist auf die geringeren "bilanziellen Risiken" durch den wahrscheinlichen Wegfall der Brennelementesteuer. Die Rückerstattungen für die Versorger RWE und Eon könnten sich im Milliarden-Euro-Bereich abspielen. Das Bundesverfassungsgericht hatte die Steuer für verfassungswidrig erklärt, mit der nach der Atom-Katastrophe von Fukushima der Atomausstieg finanziert werden sollte.

Beide Banken sehen auch erhöhte Chancen für eine positive Überraschung bei der Dividende. Das Überraschungspotenzial in Sachen Ausschüttung könne die Aktie weiter antreiben.

Nachhol-Bewegung gegenüber RWE?

Auch im direkten Vergleich mit RWE scheint bei der Eon-Aktie noch Nachholpotenzial. RWE-Papiere haben mit rund 70 Prozent Kurszuwachs im laufenden Jahr noch deutlich besser performt als Eon-Aktien. Im Gegensatz zu RWE hat Eon die deutsche Kraftwerkssparte aus neuen Konzernstruktur ausgegliedert in die Tochter Uniper ausgegliedert. Die neue Eon konzentriert sich ganz auf den Strom aus erneuerbaren Energien wie Wasser, Wind und Sonne.

Eon und Uniper

Eon und Uniper. | Bildquelle: boerse.ARD.de, Grafik: boerse.ARD.de

Für Zuversicht könnte auch die Aussichten auf das Gesamtjahr 2017 sorgen. Im Mai hatte Eon seine Jahresprognose bestätigt. Danach peilt der Energiekonzern ein bereinigtes Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Nettoergebnis von 1,2 bis 1,45 Milliarden Euro an. Nun muss das Unternehmen nur noch liefern.

AB

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