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Eon dreht auf
Eon-Aktie scheint auf Kurs
Die Aktie von Eon, Deutschlands größtem Energieversorger, hat seit Juni eine beeindruckende Erholungsrally hingelegt. Dass sie jetzt heruntergestuft wurde, ist dabei fast zu vernachlässigen.
Die Privatbank Berenberg hat die Empfehlung geben, die Aktie des Düsseldorfer Energiekonzerns zu verkaufen. Sie hat das Wertpapier von "Hold" auf "Sell" herabgestuft und das Kursziel von 20 auf 18,50 Euro gesenkt.
Eons neue Gewinnerwartungen bedeuteten ein Risiko von bis zu sechs Prozent für das operative Ergebnis und den Überschuss des Versorgers im kommenden Jahr, schreibt die Analystin Benita Barretto. Zudem mache das schwache Umfeld eine Senkung der Ziele für 2015 wahrscheinlich. Den Konkurrenten RWE hatte sie bereits mit "Sell" bewertet.
Leidenszeit für Aktionäre scheint vorbei
Das geht an der Aktie nicht spurlos vorüber: Am Vormittag liegt sie in einem starken Marktumfeld nur rund 0,3 Prozent im Plus und notiert derzeit bei rund 19,60 Euro. Immerhin ein Vierzehn-Monats-Hoch. Das Papier des Energieriesen hat binnen Jahresfrist seinen Wert verdoppelt. Damit ist der Dax-Titel immer noch weit entfernt von seinem historischen Hochstand vom Januar 2008 bei 51,37 Euro. Seitdem ging es jahrelang vor allem bergab. Aber die Leidenszeit dürfte für die Aktionäre nun ein Ende haben, schreiben die technischen Analysten von HSBC Trinkaus. Derzeit spreche vieles für die Ausprägung eines wichtigen Marktwendepunktes.
Die Experten haben dafür den Monatschart von Eon zugrunde gelegt und einen Doppelboden mit den Kurstiefs bei 12.50 und 14,05 Euro ausgemacht. Zugleich hat der Aktienkurs auf Monatsbasis seinen dominierenden Abwärtstrend seit 2008 nach oben durchbrochen und die 200-Tage-Linie hinter sich zurückgelassen. Daraus lasse sich ein "kalkulatorisches Kursziel" von 24,50 Euro ableiten.
Damit das Glück wirklich von Dauer ist, sollte das Papier allerdings nicht mehr unter das Tief vom März 2009 bei 17,77 Euro zurückfallen.
Stand: 14.09.2012, 10:40 Uhr