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Immer neue Jahreshochs

BASF auf dem Weg zu neuen Gipfeln

Bis auf 69,99 Euro ist die BASF-Aktie gestern geklettert und hat damit ein neues Jahreshoch ganz nahe am Allzeithoch markiert. Experten trauen dem Papier aber noch mehr zu.

BASF-Chef Kurt Bock (Quelle: Unternehmen, Collage: boerse.ARD.de)

BASF-Chef Kurt Bock hat gut lachen

Besonders unter charttechnischen Aspekten habe die BASF-Aktie noch beträchtliches Kurspotenzial, urteilen die Experten von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Sie argumentieren, der Spurt über die fallende Trendlinie am 21. November sei ein "konstruktives Signal" für einen weiteren Anstieg der Aktie über ihr im letzten Jahr erreichtes Allzeithoch von 70,22 Euro.

Zusammen mit dem Aufwärtstrend seit Herbst 2011 sei damit ein symmetrisches Dreieck nach oben aufgelöst worden. Da wichtige Indikatoren zudem in allen von den Analysten betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) freundliche Signale lieferten, winkten damit neue Rekordstände. Im "uncharted territory" jenseits des oben genannten Rekordhochs ergebe sich für den Dax-Titel die nächste mittelfristige Anlaufmarke bei 78,00 Euro.

Trendlinie nicht unterschreiten

Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die fallende Trendlinie bei 67,45 Euro fortan nicht mehr unterschritten werde, so die Analysten.

Neben den guten charttechnischen Aussichten besticht BASF auch durch den kontinuierlichen Ausbau seiner Positionen in zahlreichen strategisch wichtigen Bereichen, wie etwa der kürzlich abgeschlossene Liefervertrag seiner Tochter Wintershall mit dem norwegischen Ölkonzern Statoil.

Am Nachmittag wurde bekannt, dass Wintershall in der niederländischen Nordsee auf Öl gestoßen ist. Erste Ressourcenschätzungen gehen von mindestens 30 Millionen Barrel gewinnbaren Öls aus - mit weiterem Potenzial. Im kommenden Jahr seien weitere Bohrungen geplant, um die Wirtschaftlichkeit des Fundes zu beurteilen. Zudem hofft das Öl- und Gasunternehmen auf die Entdeckung zusätzlicher Ölfelder.

Spitzenwerte übertreffen

BASF: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
74.00
Differenz absolut
-0.26
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-0.36%

Zudem hält BASF trotz des eingetrübten Konjunkturklimas an seiner Jahresprognose fest. "Wir streben weiterhin an, bei Umsatz und Ebit vor Sondereinflüssen die Spitzenwerte des Jahres 2011 zu übertreffen", erklärte Konzernchef Kurt Bock bei der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen im November. BASF hatte im vergangenen Jahr 73,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftetet umgesetzt und erzielte dabei ein bereinigtes Betriebsergebnis von 8,4 Milliarden Euro.

Die meisten der den Konzern beobachtenden Analysten sind deshalb positiv gestimmt. Chris Counihan, Analyst der Credit Suisse, stuft die Aktie unverändert mit "outperform" ein. Das Unternehmen habe in diesem Jahr positiv überrascht. Im Zuge einer Anhebung der Gewinnprojektion hat er deshalb das Kursziel von 67,00 auf 70,00 Euro heraufgesetzt.

Lars Slomka, Analyst der Deutschen Bank, ist noch optimistiischer. Er empfiehlt die BASF-Aktie unverändert zum Kauf und sieht das faire Kursziel bei 76,00 Euro. Für seinen Kollegen Michael Biggs, ebenfalls von der Deutschen Bank, gehört die BASF-Aktie zu seinen "Strategy Picks" für das kommende Jahr.

Schnell wachsender Markt

Nadeshda Demidova von der Investmentbank Equinet hält gar einen Kurs von 80 Euro für angemessen. Der Zukauf des norwegischen Herstellers von Omega-3-Fettsäuren Pronova BioPharma sei sinnvoll und zudem nicht teuer, schrieb sie in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Durch die Übernahme dürfte der Ludwigshafener Chemiekonzern zum führenden Anbieter in diesem schnell wachsenden Markt aufsteigen und biete zudem das gesamte Spektrum in diesem Bereich an, so die Expertin.

Die Experten weisen zudem daraufhin, dass BASF mit einem 2013er-KGV von 11 und einer Dividendenrendite von rund vier Prozent vergleichsweise günstig bewertet sei, weshalb langfristig orientierte Anleger jetzt zugreifen könnten.

tagesschau24 Xetra-Schluss-Bericht vom 21.05.2013

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Matthias Rüth

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