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Softwareschmiede auf Rekordkurs
Alle Jahre wieder mit USU
Die Softwareschmiede USU aus dem baden-württtembergischen Möglingen bleibt auch in diesem Jahr auf Rekordkurs. Davon profitieren diesmal auch die Aktionäre. Und viel spricht dafür, dass es auch im kommenden Jahr bergauf geht.
Mehr als 50 Prozent hat die im Prime Standard der Deutschen Börse notierte Aktie von USU Software in diesem Jahr bereits zugelegt, und damit den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Am Nachmittag hat das Papier mit genau sieben Euro (plus 2,0 Prozent) ein neues mehrjähriges Hoch erreicht, was Charttechniker als Signal für weiter steigende Kurse interpretieren.
Tatsächlich läuft es bisher gut für das kleine Unternehmen. In den ersten neun Monaten 2012 wuchs der Umsatz um 15 Prozent und das Auslandsgeschäft legte um 89 Prozent zu. Das bereinigte Ebit stieg um 17 Prozent auf 4,5 Millionen Euro.
Wachstum setzt sich fort
Auch im Gesamtjahr will USU neue Rekorde schreiben. Der Konzernumsatz soll 2012 zwar nicht mehr ganz so stark wachsen wie 2011 als er um 20 Prozent auf 45,6 Millionen Euro in die Höhe geschnellt war. Dennoch peilt USU für dieses Jahr eine weitere Steigerung an auf mindestens 48 Millionen Euro.
Das bereinigte Ebit dürfte dagegen erneut einen Riesensprung machen auf mindestens 6,5 Millionen, nachdem es im vergangenen Jahr bereits um 80 Prozent auf 4,6 Millionen geklettert war. Dazu gehört allerdings auch ein positiver Steuerertrag von rund einer Million Euro im dritten Quartal.
Nur noch geringes Kurspotenzial erwartet
Auch für das kommende Jahr 2013 ist der Vorstand optimistisch, aufgrund der erwarteten Zusatzerlöse aus der Partnerschaft mit CA-Technologies sowie eines weiter überdurchschnittlich wachsenden Auslandsgeschäftes die 50-Millionen-Euro-Marke beim Konzernumsatz zu überschreiten und zugleich das Betriebsergebnis weiter auszubauen.
Davon dürften auch die Aktionäre profitieren. Für das laufende Jahr wird erwartet, dass USU seine Dividende von zuletzt 20 Cent auf 25 Cent je Aktie anhebt. Die Analysten Cosmin Filker und Philipp Leipold bei dem unabhängigen Researchunternehmen GBC rechnen mit einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 34 Cent (bisher: 24).
Wie geht es nun weiter mit der Aktie? Die Analysten von GBC empfehlen das Papier weiter zum Kauf, haben das Kursziel für kommendes Jahr zuletzt lediglich von 7,40 auf 7,50 Euro angepasst. Angesichts eines derzeitigen Kursniveaus von rund sieben Euro sehen sie damit für das kommende Jahr nicht mehr allzu viel Kurspotenzial.
Stand: 07.12.2012, 14:56 Uhr