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ADP - Automatic Data Processing: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 10 Jahre

Automatic Data Processing ADP - gibt es auch als Aktie

Stand: 10.01.2017, 14:13 Uhr

Diese drei Buchstaben sind Börsianern ein Begriff: Drei Buchstaben, die allmonatlich den Arbeitsmarkt erhellen. Aber dahinter verbirgt sich auch eine Aktie. Eine sehr hoch fliegende sogar, und grundsolide dazu.

Börsianern ist die private Arbeitsagentur ADP vor allem ein Begriff, weil sie allmonatlich die Lage auf dem amerikanischen Jobmarkt beleuchtet, zwei Tage vor dem offiziellen Bericht der US-Regierung. Doch was hierzulande vielen nicht bekannt ist: Dahinter verbirgt sich ein Riesenkonzern mit weltweit 55.000 Mitarbeitern. Und der ist noch dazu börsennotiert.

ADP heißt mit vollem Namen "Automatic Data Processing". 1949 als Automatic Payrolls von dem 21-jährigen Henry Taub gegründet, ist es inzwischen eines der weltweit größten unabhängigen IT-Service-Unternehmen und einer der führenden Anbieter von Personal-Dienstleistungen wie Gehaltsabrechnungen und Steuererklärungen, Zeiterfassung und Reisekostenmanagement.

Speziell für die Kfz-Industrie bietet das Unternehmen Software, mit der Händler, Autowerkstätten und Automobilhersteller die Bereiche Kunden, Fahrzeug, Teile, Rechnungswesen, Vertrieb oder Leasing verwalten können. Weltweit betreut der Konzern mit Sitz in Roseland im US-Bundesstaat New Jersey mehr als 600.000 Kunden - neben der stattlichen Größe beutet das zugleich eine gute Diversifizierung. 39 Millionen Menschen bekommen ihre Gehaltsabrechnung aus den ADP-Rechnern. In Deutschland wird bereits jede fünfte Personalabrechnung mit Produkten und Diensten von Automatic Data Processing erstellt.

ADP-Aktie auf Rekordhöhe

Unternehmen sourcen Personalabrechnungen gern aus, weil sie sich dann auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Für ADP macht sich das bezahlt. Im vorigen Geschäftsjahr, das im Juni 2016 endete, steigerte ADP seinen Umsatz um über sieben Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar. Im laufenden Geschäftsjahr dürften schätzungsweise 12,5 Milliarden erlöst werden, so jedenfalls der Durchschnitt der Analystenerwartungen. Die Gewinne sollen demnach noch stärker zulegen, um 13 Prozent auf 3,66 je Aktie.

Auch wenn es schwer ist, bei der schnell voranschreitenden Technologie mitzuhalten und im IT-Bereich dauerhaft einen Wettbewerbsvorteil zu halten: ADP scheint da die positive Ausnahme.

Die Aktie ist auf Rekordkurs. Gleich zum Jahresauftakt 2017 erklimmt sie an der Technologiebörse Nasdaq ein Rekordhoch von 103,98 Dollar. Eine Aktie, die schon seit Jahren gute Kursgewinne bietet. In den letzten zehn Jahren hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Allein 2016 verbuchte die ADP_Aktie einen Kursgewinn von mehr als 30 Prozent. Das Unternehmen bringt es inzwischen auf ein Börsengewicht von fast 47 Milliarden Dollar.

Ein echter Dividendenaristokrat

Beliebt ist die Aktie auch wegen ihrer zuverlässigen Dividendenausschüttungen. ADP ist ein so genannter Dividendenaristokrat, ein Unternehmen, das in mindestens 25 aufeinanderfolgenden Jahren seine Gewinnausschüttung erhöht hat. Bei ADP sind es inzwischen sogar 42 Jahre in Folge. Das Unternehmen ist sogar der einzige Dividendenaristokrat im Bererich Informationstechnologie.

Im vorigen Jahr erhöhte der IT-Dienstleister die Quartalsdividende auf 57 US-Cent je Aktie. Im Jahr werden also 2,28 Dollar je Aktie ausgeschüttet. Das macht eine Dividendenrendite von 2,15 Prozent bezogen auf den aktuellen Kurs von 102,47 Dollar.

bs

So schön können Charts sein

Nicht nur die ADP-Aktie ist auf Rekordkurs, sondern viele andere Unternehmen aus dem Nasdaq100 auch. Hier die schönsten Charts zum Durchklicken - keinen Sie alle Aktien?

1/20

Und ewig lockt das Allzeithoch Rekord-Aktien aus dem Nasdaq100

Netflix: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum 10 Jahre

Netflix

Dieses Unternehmen ist kein Unbekannter. Die Netflix-Story ist auch hierzulande eine Erfolgsstory. Die Aktie markierte am 6. Januar ein Allzeithoch bei 133,88 Dollar. Eine unglaubliche Kursentwicklung: Vor zehn Jahren lag der Kurs noch bei etwas über drei Dollar. Die Anfänge lagen sogar unter einem Dollar.

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