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Technologie

Wafer von Aixtron

Verluste verringert

Aixtron lässt sich nicht unterkriegen

Stand: 23.02.2016, 08:13 Uhr

Erst im Dezember musste der Chipanlagenbauer den Verlust eines Großkunden bekanntgeben - und versetzte die Anleger in Alarmstimmung. Seine Ziele für 2015 konnte Aixtron dennoch erreichen.

Der Konzern weist für das zweite Halbjahr 2015 wie geplant ein positives Ergebnis (Ebitda) von 5,4 Millionen Euro aus und bewegt sich auch bei den Betriebskosten im Rahmen der Zielvorgaben. Auch auf das Gesamtjahr betrachtet hat sich die Lage gebessert. Der Vorsteuerverlust konnte von 41,3 Millionen im Jahr 2014 auf 16,4 Millionen im vergangenen Jahr reduziert werden.

Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr leicht auf 197,8 Millionen Euro gesteigert werden. "Ursächlich hierfür war, dass wir die fehlenden Umsätze im LED-Bereich durch signifikante Steigerungen in anderen Bereichen ausgleichen konnten. Dies ist ein Ergebnis der Fortschritte bei der Umsetzung unserer Diversifizierungsstrategie", erklärte Martin Goetzeler, Vorstandschef von Aixtron.

Besserer Produktmix

Aixtron: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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5,60
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So wurde der Anteil der optoelektronischen Komponenten am Gesamtumsatz von neun Prozent auf zuletzt 31 Prozent gesteigert, während der Verkauf von LED-Komponenten auf 26 Prozent von 64 Prozent im Jahr 2014 sank.

Der Gesamtauftragseingang lag im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent niedriger bei 167,1 Millionen Euro. Grund ist die deutlich gesunkene Nachfrage besonders nach LED-Produktionsanlagen.

2016 bleibt defizitär

Für dieses Jahr rechnet der Vorstand mit einem leicht sinkenden Umsatz zwischen 170 und 200 Millionen Euro. Der Auftragseingang für das Gesamtjahr 2016 wird währungsbereinigt auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Zudem geht der Vorstand von einer Verbesserung der Ertragslage aus. Ebitda, Ebit, Jahresergebnis und Free Cash Flow sollen sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 leicht verbessern, werden aber 2016 negativ bleiben.

An der Börse kommen die Zahlen gut an. Im vorbörslichen Handel gehört die Aixtron-Aktie zu den Favoriten im TecDax, nachdem sie allerdings sie allerdings von 30 Euro im Jahr 2011 auf zuletzt 3 Euro eingebrochen war.

lg

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