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Luftfahrt

Airbus-Vorstand Thomas Enders

Flugzeugbauer investiert in Zukunfts-Technologien

Airbus geht mit Uber in die Luft

Stand: 18.01.2016, 11:40 Uhr

Der Luft- und Raumfahrtkonzern wendet sich neuen Technologien zu. Dazu hat er eigens einen Venture-Capital-Fonds aufgelegt. Eines seiner ersten Projekte führt ihn zusammen mit dem Taxi-Fahrdienstvermittler per Hubschrauber in die Luft.

Mit dem US-Unternehmen will Airbus in den USA einen "Ruftaxi-Dienst" der besonderen Art testen. Wie Airbus-Chef Tom Enders bei einer Internet-Konferenz in München sagte, gehen beide so verschiedenen Unternehmen ein gemeinsames Projekt zur Vermietung von Hubschraubern in den USA an.

Uber hat bereits eine ähnliches Projekt im Angebot, das allerdings in einem laut Unternehmensangaben eher kleinen Rahmen läuft und unter dem Label "Chopper" läuft.

Im Silicon Valley auf Beobachtungs-Posten

Die eigentümliche Zusammenarbeit hat ihren Ursprung in grundsätzlichen strategischen Überlegungen bei Airbus. Der Konzern will bei neuen Technologien rund um die Luft- und Raumfahrt möglichst früh mit an Bord sein. Dazu wurde eigens das konzerneigene Innovationszentrum A3 gegründet. Das Tochter-Unternehmen soll im Silicon Valley nach aussichtsreichen Geschäftsideen Ausschau halten und ist dafür zum Start mit 150 Millionen Euro ausgestattet worden.

Private Konkurrenz lange unterschätzt

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Laut Enders geht bei Airbus ein wenig die Angst um, aktuelle Entwicklungen in der Branche verpassen zu können. Die Initiativen mehrerer privater Raumfahrt-Unternehmungen seien in den vergangenen Monaten ein Weckruf für Airbus gewesen, so der Manager. Inzwischen sei etwa die Unternehmung SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk ein ernstzunehmender Spieler auf dem Markt, der bislang vor allem von staatlich finanzierten Konzernen beherrscht wurde.

AB

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