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Luftfahrt

Airbus A320neo (Quelle: Unternehmen)

Rekorde in allen Disziplinen

Airbus auf der Erfolgsroute

Stand: 27.02.2015, 08:58 Uhr

Der Luft- und Raumfahrtkonzern kann sich vor Aufträgen kaum retten - trotz aller Probleme mit Modellen wie dem A380 und dem Militärtransporter A440M. Im Geschäftsjahr 2014 purzelten die Bestmarken, und auch die Aktionäre bekommen einen kräftigen Nachschlag.

Eine Ausschüttung von 1,20 Euro sollen die Anteilseigner für das abgelaufene Geschäftsjahr bekommen. Das entspricht einem Aufschlag von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das liegt auch über den bisherigen Schätzungen der Analysten und ist eine neue Bestmarke. Anleger freuen sich bereits heute, weitere Investoren kaufen nach: Die Aktie steigt mit plus fünf Prozent an die MDax-Spitze.

Umsatz und Ergebnis über den Prognosen

Airbus: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
51,99
Differenz absolut
0,93
Differenz relativ
+1,82%

Die Airbus-Aktie im MDax macht am Morgen aber auch wegen der übrigen Details aus dem Zahlenwerk einen Kurssprung um vier Prozent. Der Umsatz des europäischen Flugzeugbauers und großen Boeing-Konkurrenten legte um fünf Prozent auf 60,7 Milliarden Euro zu.

Vor Steuern und Zinsen (Ebit) kletterte das Ergebnis um satte 54 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Airbus 2,3 Milliarden Euro, nach 1,5 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ebit lag Airbus klar über den Markterwartungen.

A320-Produktion wird ausgeweitet

Airbus sitzt weiter auf prall gefüllten Auftragsbüchern. Der Auftragsbestand lag zum Jahreswechsel bei 857 Milliarden Euro, deutlich über dem Vorjahreswert von 681 Milliarden Euro. Gefragt ist derzeit vor allem der Mittelstreckenjet A320. Die Fertigung der Maschinen soll deutlich aufgestockt werden. Dagegen soll die Produktion des Langstreckenmodells A330 im kommenden Jahr zunächst gekürzt werden.

Die Verluste durch Lieferprobleme beim Militärtransporter A400M bezifferte Airbus mit 551 Millionen Euro. Sie wurden durch Sondererlöse beim Verkauf von Anteilen am französischen Luftfahrtkonzern Dassault aber weitgehend kompensiert.

Aussichten eher vorsichtig

Beim Ausblick zeigt sich Vorstandschef Tom Enders heute noch eher defensiv. Er erwartet ein nicht beziffertes Umsatzplus und einen "leichten Anstieg" des operativen Ergebnisses. Diese Vorgabe basiere aber darauf, "dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß auf den vorherrschenden unabhängigen Prognosen" wachsen.

Im Duell mit dem ewigen Rivalen Boeing steht es derzeit gewissermaßen unentschieden. Bei Neuaufträgen liegt der europäische Hersteller vorn, nach Auslieferungen hatte Boeing allerdings mehr zu bieten.

Aktie mit Vollschub

Die Airbus-Aktie hat nach einem wilden Auf und Ab im vergangenen Jahr seit Jahresbeginn 2015 den Schub-Regler ganz nach vorn gedrückt: Ein Plus von rund 28 Prozent steht bei der Aktie seit dem Januar zu Buche.

AB

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