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Luftfahrt

Airbus A320neo (Quelle: Unternehmen)

Gewinnsprung und Großauftrag

Airbus auf dem Weg zu Wolke Sieben

Stand: 30.10.2015, 08:20 Uhr

Zwar konnte Boeing seinen europäischen Konkurrenten im Sommerquartal überflügeln. Doch Airbus macht seinen Aktionären ebenfalls Freude. Dafür sorgt auch der jüngste Besuch von Angela Merkel in China.

Am Rande ihrer Visite in der Provinzstadt Hefei wurde mit der chinesischen Regierung eine Absichtserklärung über die Bestellung von 100 Helikoptern des Typs H135 im Volumen von einer Milliarde Euro unterzeichnet. Ein verbindlicher Vertrag soll binnen der kommenden sechs Monate unterzeichnet werden, hieß es.

Bereits am Vortag hatte Airbus Verträge über die Lieferung von 30 Flugzeugen des Typs A330 und 100 Flugzeugen des Typs A320 unterschrieben. Allein diese beiden Abkommen haben nach offiziellen Angaben ein Volumen von 15,4 Milliarden Euro. Insgesamt waren es am Donnerstag Verträge im Wert von 18,6 Milliarden Euro.

Ergebniszuwachs statt Rückgang

Airbus: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
56,01
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Dank des anhaltenden Booms der Luftfahrtbranche konnte Airbus im dritten Quartal die Erwartungen erneut übertreffen. Vor Einmaleffekten wuchs das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 921 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang auf 786 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich sprang der Überschuss sogar um 42 Prozent auf 376 Millionen Euro nach oben.

Auch beim Umsatz übertraf Airbus mit einem Anstieg um sechs Prozent auf 14,072 Milliarden Euro die Erwartungen. Für das Gesamtjahr sieht Konzernchef Tom Enders den Konzern auf gutem Weg, die Ziele zu erreichen.

Prognose bestätigt

"Wir sind auf Kurs, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen", sagte Konzernchef Tom Enders. Umsatz, Gewinn und Dividende sollen zulegen. Und noch eine gute Nachricht hat der Konzern für die Anleger: er will für eine Milliarde Euro Aktien zurückkaufen.

Zudem will Airbus seine Produktionsrate kräftig steigern. Statt derzeit 42 sollen bis Mitte 2019 rund 60 Maschinen pro Monat gebaut werden. Dazu soll eine vierte Produktionslinie in Hamburg entstehen. "Der stabile Zivilflugzeugmarkt, unser solider Auftragsbestand und unsere leistungsfähige Lieferkette erlauben es uns, die Produktionsrate von Single-Aisle-Flugzeugen kräftig zu erhöhen", wird Konzernchef Tom Enders zitiert.

An der Börse kommen die Aussagen gut an. Die Aktie klettert im vorbörslichen Handel um rund drei Prozent und nähert sich damit wieder ihrem Jahreshoch bei 67 Euro.

lg

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