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Banken

Zentrale des Immobilienfinanzierers Aareal in Wiesbaden

Dicke Dividendenerhöhung

Aareal macht die Kasse auf

Stand: 25.02.2016, 10:26 Uhr

Vom Mauerblümchen zum Aktien-Star? Die Aareal Bank-Aktie schießt am Donnerstag teilweise zweistellig nach oben. Das Unternehmen hat seine selbst erhöhte Prognose erreicht, liefert vor allem aber eine ansehnliche Gewinnausschüttung.

Wenn die "Dividende der neue Zins" ist, dann ist die Aareal Bank ein heißer Tipp auf den Titel des Zins-Spitzenreiters. Für das vergangene Jahr will der Spezialist für Gewerbeimmobilien-Finanzierungen seine Dividende auf 1,65 Euro je Aktie von 1,20 Euro je Anteilschein erhöhen. Damit würde die Aareal-Aktie selbst nach dem Kurssprung um zehn Prozent von heute noch auf eine Dividendenrendite von rund sechs Prozent kommen.

Immer höhere Quoten

Das Wiesbadener Unternehmen hat damit seine Ausschüttungs-Quote von 50 auf 60 Prozent des Gewinns erhöht. Und es soll für die Anleger noch üppiger kommen: In den beiden folgenden Jahren soll dieser Anteil auf 70 beziehungsweise 80 Prozent angehoben werden.

Allerdings ist noch fraglich, ob damit auch in absoluten Zahlen viel mehr ausgeschüttet werden wird. Denn der Gewinn des vergangenen Jahres war mit 355 Millionen schon vergleichsweise sehr noch. Das Institut hat dabei einerseits Sondereffekte aus der vorzeitigen Rückzahlung von Krediten eingefahren, aber auch von der Übernahme der WestLB-Tochter Westimmo profitiert.

Planung eher defensiv

Im laufenden Jahr plant das Unternehmen aber auch aus anderen Gründen eher defensiv: So ist der Markt für gewerbliche Immobiliendarlehen stark umkämpft, nicht zuletzt nagt die anhaltende Niedrigzinsphase an den Margen.

2016 soll das Betriebsergebnis (vor Steuern und Zinsen) dennoch auch mit 300 bis 320 Millionen Euro ein gutes Stück niedriger ausfallen als 2015 (470 Millionen Euro). Gestützt wird der konservative Ausblick auch durch Zahlen zum Neugeschäft: Mit 9,6 Milliarden Euro liegt es klar unter dem Vorjahreswert von 10,7 Milliarden Euro.

Die Aareal Bank-Aktie hatte im vergangenen Jahr unter dem allgemeinen Trend in der Bankenbranche zu leiden und büßte rund 15 Prozent ein. Im laufenden Jahr ging es dann zunächst weiter bergab, bis der Titel bei etwa 22 Euro einen Boden fand. Inzwischen notiert die Aktie bei 27,50 Euro.

AB

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